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Sportverein Viktoria Goch soll dringend benötigte neue Umkleiden bekommen

Sportanlagen in Goch : Viktoria darf auf neue Umkleide hoffen

Seit Jahren arrangiert sich der größte Gocher Sportverein mit Übergangslösungen. Jetzt ist die Politik bereit, für eine Verbesserung der Situation Geld auszugeben. Auch andere Sportvereine haben Erwartungen an die Stadt.

22 Fußballmannschaften sind für den Spielbetrieb gemeldet, allein im Nachwuchsbereich kicken bei Viktoria Goch rund 260 Sportler. Seit dem vergangenen Jahr darf sich der Sportverein sogar DFB-Stützpunkt nennen.  Dazu passt nicht, dass es insgesamt gerade mal fünf Umkleiden gibt, ein Zustand, den der Verein seit Jahren beklagt. Im jüngsten Sportausschuss wurde der Antrag von Viktoria auf Erweiterung des Platzhauses um weitere Umkleiden und einen Lagerraum besprochen. Die Chance, dass dem Verein geholfen wird, stehen gut: Das dafür benötigte Geld soll in den Haushalt eingestellt werden, beschloss die Politik einstimmig.

Vereine, die trotz Pandemie keinen Mitgliederschwund verzeichnen, müssen einiges richtig machen, darauf verweist auch Viktoria selbstbewusst. Der große Sportverein hat in drei Abteilungen – neben Fußball sind das Leichtathletik und Karneval – fast 1100 Mitglieder, denen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung geboten wird. Aus allen Fraktionen gab es die Zusicherung, dass dies gesehen werde und dementsprechend auch unterstützt werden müsse. Seit anderthalb Jahren nutzt der Verein zusätzlich die Umkleiden im Gymnasium, das sei aber logistisch schwierig und mache sich auch nach außen nicht gut. Als  Lagerräume für Trainingsmaterialien dienten Container, die aber marode und sogar von Ungeziefer befallen seien – auch müsse schnell etwas passieren.

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Nach Darstellung von Wolfgang Jansen, Geschäftsführer der Gocher Wirtschaftsbetriebe, gibt es theoretisch zwei Orte, wo neue Umkleiden errichtet werden könnten: als Anbau an die vorhandenen Kabinen oder im Bereich des ehemaligen Lehrschwimmbeckens. Letzteres empfehle er aber nicht, weil das bisherige Platzhaus durch die Vermögensverwaltung gebaut worden war und es sinnvoll wäre, ihr dann auch die  Erweiterung zu überlassen. Wenn hingegen das Lehrschwimmbecken umgebaut würde, wäre das eine Sache des Vermögensbetriebs. Jansen geht davon aus, dass die neuen Umkleiden samt Duschen und Lagerraum etwa 350.000 Euro kosten werden. Bei einer Kostenschätzung im Jahr 2020 war von etwa  300.000 Euro die Rede, wie sich der Vereinsvorsitzende Karl-Heinz Bremers erinnert. Die Kostensteigerung im Bau berücksichtigt, sei wohl mit 350.000 Euro zu rechnen. Bremers, selbst Ratsmitglied der CDU-Fraktion, stimmte natürlich als Befangener nicht mit ab, überließ weitere Ausführungen auch seinem Stellvertreter Michael Görtz, der zudem vor ihm den Verein leitete.

Achim Krieger vom BFG fand die Summe für die Umkleide erschreckend hoch, ablehnen wollte er das Projekt deshalb aber nicht – auch sonst niemand, weshalb es jetzt in den Haushalt, der ja schon eingebracht, aber noch nicht verabschiedet ist, eingestellt wird.

Auch in den Ortsteilen wird viel Sport getrieben und hat die Jugendarbeit einen großen Anteil am Geschehen, deshalb haben sowohl der SV Asperden, als auch der VfB Alemannia Pfalzdorf Anträge zur Verbesserung der Infrastruktur gestellt. Zusätzliche Kabinen, Sanitäranlagen sowie ein Geräteraum sollen es in Asperden sein, in Pfalzdorf geht es um Sanitäranlagen und die Parkplatzsituation am Heribert-Ramrath-Stadion.

Die Asperdener setzen darauf, dass in dem Falle, dass ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut wird, in dem alten mehr Platz für die Sportler geschaffen werden könne. Noch sei aber keinesfalls klar, dass es Geld vom Land fürs Feuerwehr-Gebäude gebe, bremste Jansen. Ohne diese Förderung aber werde nicht vor 2023 gebaut werden können. Dass es für Männer und Frauen keine separaten Duschen gebe, da hingegen könne vermutlich durch einen Umbau im Bestand schneller etwas geändert werden. Die Verwaltung bekam dazu einen Prüfauftrag.

Die Pfalzdorfer wiederum werden sich vorerst mit einem neuen Anstrich und dem Austausch von Fenstern und Türblättern ihrer sanitären Anlagen begnügen müssen. Wie die Parksituation  verbessert werden kann, damit beschäftigt sich demnächst der Bauausschuss.