Goch: Spende der Treckerfreunde Hommersum

Goch: Spende der Treckerfreunde Hommersum

Wie wird aus der verrückten Idee "Ein Trecker für Afrika" eine konkrete Hilfsleistung? Die "Treckerfreunde Hommersum/Kessel" wissen es mittlerweile. Der Gedanke war zwar exotisch, entbehrte aber nicht einer gewissen Versuchung. Insbesondere wenn sich im Verein alles um Trecker dreht und satzungsgemäß ein Teil der Einnahmen vom großen Hommersumer Treckertreff an eine gemeinnützige Organisation zu spenden ist. Anfangs sollte es deshalb stilecht ein Oldtimer-Schätzchen sein, das auf die weite Reise geschickt werden sollte.

Doch als sich der Verein bei Cornelis und Marleen Schwiebbe aus Kessel (Mitbegründer des Vereins "Mumaaso", der sich für Waisenkinder in Uganda einsetzt und Empfänger des Geschenks ist) näher informiert hatte, war klar: es wird ein neuer, robuster und wendiger Einachs-Traktor mit Fräse sein, der den Kindern der "Progressive"-Schule in Masaka helfen wird, für das tägliche Essen zu sorgen; denn die Schule hat weder die Möglichkeit noch das Geld, die benötigten Lebensmittel zu kaufen; sie ist auf das angewiesen, was von den Feldern ringsum geerntet wird.

Da kommt so eine Maschine gerade recht, zumal die zwei Landarbeiter der Schule momentan sämtliche Feldarbeiten mit der Hand erledigen müssen. Als das Vorhaben der Treckerfreunde immer konkreter wurde, bekamen sie unerwartete Unterstützung: die Firma Peter Schneider, Pfalzdorf, verzichtete beim Verkauf des Gerätes auf den Gewinn, außerdem wurde das Problem des Transportes ins ferne Afrika gelöst, da noch Platz im Hilfsgütercontainer der Steyler Mission zur Verfügung stand. So war auch gesichert, dass diese wertvolle Fracht nicht in falsche Hände geraten konnte.

Damit die Landarbeiter diese neue Maschine bedienen können, werden sie intensiv von hiesigen Fachleuten eingewiesen und der benötigte Kraftstoff wird ihnen natürlich auch zur Verfügung stehen. Dass sämtliche Hilfe dort ankommt, wo sie benötigt wird, ist das vorrangige Ziel von "Mumaaso".

(RP)