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Solartechnik: Uedems Verwaltung unterstützt einen Vorschlag der Grünen

Umweltschutz : Uedem setzt auf Photovoltaik

Regenerative Energie wird staatlich gefördert, weil sie die Umwelt und Ressourcen schont. In Uedem werden jetzt die Dächer jüngerer öffentlicher Gebäude auf ihre Eignung für Photovoltaik untersucht.

Alle Kommunen legen seit geraumer Zeit Wert darauf, auch Umweltthemen in den Blick zu nehmen. Schließlich ist das inzwischen auch einem großen Teil der Bevölkerung wichtig.  Wo immer möglich, werden öffentliche Gebäude energetisch saniert und gerne auch mit regenerativen Energien versehen. In Uedem hat nun die Fraktion der Grünen beantragt, zu prüfen, auf welchen Gebäuden in kommunalem Eigentum Solaranlagen errichtet werden könnten. Im Bauausschuss am Montag, 22. Juni, der in der Dorfschule Keppeln tagen wird, gibt es eine entsprechende Beschlussvorlage – mit dem Vorschlag, der Anregung zu folgen.

In der Verwaltungsvorlage wird daran erinnert, dass nicht nur die Grünen Interesse an Photovoltaik haben: Schon 2011 habe es einen gleichlautenden beziehungsweise ähnlich gestellten Antrag der CDU-Fraktion gegeben, der vom Rat in der Sitzung am 18. Juli einstimmig beschlossen worden war. Damals wurde in privater Initiative eine Solaranlage auf dem Dach der Begegnungsstätte in Keppeln installiert, etwas später bekam die Hanns-Dieter-Hüsch-Schule, damals noch Hauptschule, eine entsprechende Anlage. Doch es gibt sicher weit mehr Möglichkeiten, sind sich Politik und Verwaltung inzwischen einig.  

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 Folgende Gebäude sollen nun auf ihre Solar-Eignung geprüft werden:  das Rathaus, das ohnehin umfänglich energetisch saniert und zudem aufgestockt werden soll. Die Grundschule, die ebenfalls ein neues Geschoss bekommt, das Jugendzentrum Focus, das Flachdach des  Feuerwehrgerätehauses, die Zweifachturnhalle. Dort wird bald mit der Sanierung begonnen. Die Grünen fänden laut Vorlage gut, wenn die Strom liefernden Dachflächen künftig von örtlichen Bürgerenergiegenossenschaften betrieben werden könnten.

Der Bürgermeister sei 2011 beauftragt worden, unter Einbeziehung der Teilklimakonzepte und des noch zu erstellenden Masterplanes die energetische Sanierung von gemeindeeignen Gebäuden prüfen zu lassen. Damals war auch an die Einfachturnhalle und die Lehrschwimmhalle gedacht worden, doch nicht jedes Gebäude ist geeignet, befanden Fachleute. Auf dem Altdach der früheren Haupt- Verbundschule könnte sich die Installation einer Photovoltaikanlage anbieten, aber das Schulgebäude wird derzeit vom Trägerverein  Freie Waldorfschule Niederrhein-Aue genutzt, nicht von der Gemeinde.

Die Verwaltung schlägt vor, dem Antrag der Grünen dahinghend zu entsprechen, dass die Dächer weiterer Gebäude  geprüft werden. Allerdings sei neben der statischen Frage auch immer die Wirtschaftlichkeit zu betrachten. Aus Sicht des Fachbereiches  Planen, Bauen und Umwelt  sollte die Anbringung von Photovoltaikanlagen nur auf neueren und größeren Dächern erfolgen. Das seien Rathaus, Grundschule, Jugendzentrum Focus, die Zweifachturnhalle mit noch recht neuem Dach und das Feuerwehrgerätehaus.

Wenngleich das Lehrschwimmbecken bislang nicht für geeignet gehalten worden war, wird es jetzt noch einmal geprüft, denn das Gebäude mit Turnhalle und Schwimmbad wird ja gerade saniert, vielleicht passe dazu ergänzend die Solaranlage.

Und dann sei noch zu klären, ob die Gemeinde die Photovoltaikanlagen selbst errichtet oder die Dachflächen zu diesem Zweck an Dritte  verpachtet. Bezüglich der zweiten Variante stehe die Verwaltung in Kontakt mit einem Konzessionsnehmer der Gemeinde. Die statischen Prüfungen würden, wenn der Hauptausschuss so beschließt, aus dem Haushalt 2020 finanziert werden.