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Seniorenbeirat wünscht sich mehr Dialog mit Bürgern von Kalkar.

Älter werden in Kalkar : Seniorenbeirat Kalkar  wünscht sich mehr Kontakte

Die Verwaltung will demnächst über Themen informieren, die Ältere besonders betreffen. Sitzungen des Seniorenbeirat soll es künftig auch in den Ortsteilen geben.

Die Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Seniorenbeirats war kurz. Und auch der Ausschuss für Bürgerbeteiligung und Gemeinwesen, der mit ähnlichen Themen befasst sein könnte wie der Beirat, hat bislang noch nicht allzu viel zu diskutieren gehabt. In einem formlosen Gespräch rätselten die Beiratsvorsitzende Brigitte Weyers und der Ausschussvorsitzende Günter Pageler, der als Gast in der Sitzung zugegen war, woran das wohl liegt. Es scheint so zu sein, dass noch immer vielen Bürgern nicht klar ist, dass es eine Seniorenvertretung gibt und dass sie den Mitgliedern ruhig von ihren Problemen erzählen könnten. Damit der Beirat wiederum sich Mitstreiter im Ausschuss sucht. Denn viele Wünsche haben mit Geld zu tun, mit dem städtischen Haushalt, vielleicht mit Fördermöglichkeiten. Da geht’s nicht ohne die Politik.

Bislang macht der Beirat vorwiegend durch sein Freizeitprogramm von sich reden. Das ist schön und wichtig, findet auch die Vorsitzende, sollte aber nicht alles sein. Die Angebote zu Boule im Park und zum gemeinsamen Radfahren kommen gut an und sollen fortgesetzt werden. Immerhin werden dadurch auch manche Leute auf den Beirat aufmerksam, stellte Weyers fest. Zufällig parallel zum Ausschuss für Gemeinwesen (RP berichtete) hat der Beirat die Idee entwickelt, Notfallbänke einzurichten. Er hofft auf Sponsoren, während das politische Gremium daon ausgeht, dass der Haushalt damit belastet werden müsste.

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In einem Gespräch mit der Bürgermeisterin vor einiger Zeit hat der Vorstand des Beirats besprochen, dass es gut wäre, besseren Einblick in die Lebenssituation Älterer zu bekommen. In Kürze soll deshalb ein Verwaltungsmitarbeiter darüber referieren, wie es um die Themen Demografie, Wohnen, materielle Lage, bekannte soziale Probleme steht. Gut fänden die Mitglieder der Gruppierung auch eine Broschüre mit hilfreichen Adressen und Tipps für Senioren, wie es sie in anderen Kommunen gebe. Tatsächlich habe sie gemeinsam mit der Bürgermeisterin auch ein wenig über die schwache ,Teilnahmekultur‘ geklagt, so Weyers. „Bis 2025 gibt es uns erst einmal, aber vielleicht muss man das Thema Seniorenbeirat nochmal anders aufziehen.“ An Problemen dürfte es keinen Mangel haben, man denke nur an die stark steigenden Energiekosten, aber gesprochen wird darüber bisher wenig.

Der Beirat plant, künftig auch in den Ortsteilen zu tagen, um mehr Menschen zu  Besuchen der Sitzungen zu motivieren.