Goch: Schüler informieren sich zum Traumjob

Goch: Schüler informieren sich zum Traumjob

Zum elften Mal hat die VHS zum Berufsvertretertag ins städtische Gymnasium Goch eingeladen. 75 Ansprechpartner konnten vom Nachwuchs mit Fragen zu ihren Branchen gelöchert werden. Die Resonanz ist auf beiden Seiten positiv.

Samstagvormittag, 11 Uhr, Hochbetrieb im Städtischen Gymnasium Goch. Während die Jugendlichen in ihrer Freizeit normalerweise wohl eher einen Bogen um ihr Schulgelände machen, kamen sie am Wochenende ganz freiwillig - und das in Scharen. Denn die VHS Goch, Kevelaer, Uedem und Weeze und das Gymnasium Goch haben zum elften Mal zum Berufsvertretertag in die Räume der Schule an der Hubert-Houben-Straße eingeladen. "Insgesamt 75 Berufsvertreter sind hier, um die Fragen der Schüler zu beantworten", sagt Lehrerin und Organisatorin Eva-Maria Janßen.

Vielseitigkeit ist Trumpf. Über mehr als 20 Branchen konnte sich der Nachwuchs an den Informationsständen informieren: Von den Naturwissenschaften über die Polizei bis hin zur Arbeit eines Dolmetschers. "Wir haben sehr viel positive Resonanz erhalten", sagt Janßen. Und das von beiden Seiten: "Die Berufsvertreter berichten von sehr angenehmen und intensiven Gesprächen. Bei den Schülern herrscht großes Interesse an dem Angebot. Man merkt, dass sie wirklich hier sein wollen", sagt Janßen. Das bestätigen Jugendlichen auf Nachfrage dann auch überschwänglich. "Viele sind überrascht davon, dass die Berufsvertreter noch relativ jung sind und gar keine Scheu haben, mit den Schülern auf Augenhöhe zu sprechen", sagt die Lehrerin. Einer von ihnen ist der 14-jährige Jannis Linsen. "Eigentlich bin ich ohne Erwartungen hergekommen.

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Am Ende habe ich dann aber doch viel mehr erfahren, als ich gedacht hätte", sagt der Zehntklässler. "Berufe, für die ich mich interessiere, kann ich hier besser kennenlernen", sagt er. Aber: "Auch Branchen, die ich vorher gar nicht auf dem Schirm hatte, sehen ziemlich spannend aus." Mediengestaltung etwa. "Ich wusste gar nicht, wie kreativ und vielseitig man da arbeiten kann", sagt Jannis. Überhaupt hätte er nicht damit gerechnet, dass die Auswahl so groß sei. "Ich hätte nie gedacht, wie viele Berufe man zum Beispiel im Rahmen der Bundeswehr erlernen kann", sagt er. Aber nicht nur Betriebe haben in Goch informiert. Auch das Buhlen um die Studierenden der Zukunft ist im vollen Gange. Ob am Stand der Hochschule Rhein-Waal oder an den Hochschulen aus den Niederlanden. Das Interesse: überall groß. Manche Schüler kommen alleine, andere in Freundesgruppen oder zusammen mit ihren Eltern.

Der 17-jährige Niels Janssen interessiert sich vor allem für Journalismus, bei der Schülerzeitung des Gymnasiums in Goch, "Grenzgänger", ist er schon Redaktionsleiter. "Ich finde den Entstehungsprozess einer Zeitung einfach spannend", sagt er. Von der ersten Idee über die Redaktionskonferenz bis zur fertigen Ausgabe. "Es ist toll, am Ende die fertigen Artikel zu sehen und das Feedback zu bekommen", sagt er. Dabei schreckt Niels auch nicht vor großen Themen zurück. "Den ersten Artikel habe ich über die Amish geschrieben", sagt er. Eigene Ideen verwirklichen zu können - und das im Team, für ihn reizvoll. Dabei macht Niels die Erfahrung, die auch viele andere Berufsvertreter den Schülern mit auf den Weg geben: Probiert es einfach mal aus. Zum Beispiel mit einem Praktikum.

(lukra)
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