Uedem: Schüler befragen Zeitzeugen des Krieges

Uedem: Schüler befragen Zeitzeugen des Krieges

Vor 65 Jahren ging der Zweite Weltkrieg zu Ende. Während sich die älteren Generationen noch an die Kriegszeit, insbesondere die Kampfhandlungen im Februar/März 1945, erinnern können, sind die Schüler von heute in einer friedlichen Heimat aufgewachsen. Damit die Erinnerung erhalten bleibt, werden 17 Schüler der Klasse 10 b der Hanns-Dieter-Hüsch-Schule Uedem Zeitzeugen des Krieges befragen und die Berichte dokumentieren. Die Aktion erfolgt in Zusammenarbeit der Geschichtsgruppe des Heimat- und Verkehrsvereins Uedem unter Leitung von Michael Lehmann und der Hanns-Dieter-Hüsch-Schule unter Leitung von Heinz Aldenhoven. Die Maßnahme wird finanziell von der Firma Gelsenwasser im Rahmen ihrer Generationenprojekte unterstützt. Die Schüler haben sich zuvor mit dem Film "Niederrheinisches Land im Krieg" über die örtlichen Ereignisse informiert.

Zur Vorbereitung trafen sich die Jugendlichen und Vertreter des Geschichtsvereins zu einem Gespräch in der Hohen Mühle. Dabei wurden die Interviewer in Teams eingeteilt. Fritz Muhsal leitet mit sechs Schülern die Gruppe, die Vertriebene aus Osteuropa nach ihren Erlebnissen von der Flucht 1945 und ihren ersten Eindrücken vom Niederrhein befragt. Rosemarie Haal und Arthur Aßmann besuchen mit ihren Gruppen Bürger, die die Front am Niederrhein erlebt haben. Damals kämpften die Alliierten mehrere Wochen im Bereich der Gemeinde Uedem. Zuerst fingen die Kampfhandlungen um den 20. Februar im Bereich Lindchen an und endeten nach der Durchquerung des Hochwaldes am 5. März 1945. Mit den ersten Befragungen wird ab dem 9. März begonnen.

Wer Interesse hat, den Schülern seine Erlebnisse zu schildern, kann sich bei Heinz Aldenhoven, Tel. 02825 6602, ab 15 Uhr melden. Wenn genügend Berichte von Zeitzeugen zusammen kommen, soll ein kleines Heft mit den Berichten erstellt werden.

(RP)
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