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Goch: Schäferhundeverein feiert 50. Geburtstag

Goch : Schäferhundeverein feiert 50. Geburtstag

Zum Jubiläum lädt der Vorstand des Kevelaerer Vereins am Samstag Interessierte auf den Übungsplatz ein. Gesundheit der Tiere steht immer im Vordergrund. Trainiert wird für verschiedene Prüfungen.

Hunde sind nicht nur verlässliche Begleiter und treue Freunde, sie sind auch intelligente Wesen, die stets eine neue Herausforderung brauchen. Das wissen auch Yves Georgi und Liesbeth Wijnans. Die beiden sind Mitglieder des Schäferhundevereins, Ortsgruppe Kevelaer, kurz SV-OG Kevelaer. Zum 50-jährigen Bestehen möchte der Verein Besucher einladen und vor allem auch mit Vorurteilen aufräumen. "Viele denken immer noch, dass wir die Hunde abrichten oder scharf machen", erklärt Wijnans, die erste Vorsitzende des Vereins. Das sei ein großer Irrtum, denn die Aktivitäten seien ausschließlich sportlicher Natur. Und das sei nicht nur für den Menschen ein spannendes Hobby, in erster Linie profitierten die Hunde davon. Wijnans: "Die Tiere sind viel ausgeglichener wenn sie Bewegung haben und gefordert werden." Die Venloerin ist quasi durch ihren Mann zum Hund gekommen. "Er hat Fußball gespielt, bis er gesundheitlich nicht mehr konnte. Dann mussten wir etwas anderes machen und haben uns einen Hund zugelegt. Und es war klar: wenn ein Hund, dann ein Schäferhund." Diese Rasse habe immer das Bedürfnis, etwas für den Menschen zu tun, also biete sich der Hundesport an. Wijnans: "Durch den Sport blühen die Tiere regelrecht auf, sind froh, dass sie eine Aufgabe haben."

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Das sieht auch Yves Georgi so. Der Wahl-Alpener ist vor fünf Jahren auf den Hundesport gekommen. "Mein erster Hund war ein Schäferhund-Mix. Als ich mit ihm auf dem Übungsplatz war, hat er sich ziemlich negativ verhalten." Dabei sei er wach geworden: "Ich dachte, wenn ich jetzt nichts mache, habe ich ein Problem." Also hat er sich dazu entschieden, mit seinem Hund zu trainieren. Für den Sport war er zwar nicht geeignet, aber Georgi hat es "gepackt", wie er sagt. Zwei Hunde folgten, mit denen er nun auch sportlich aktiv ist. Vor einem Jahr ist er dann zum Schäferhundeverein Kevelaer gekommen, ist Ausbildungswart und damit sehr glücklich. "Es passt einfach alles. Die Leute verstehen sich und wir haben die gleichen Ziele und Interessen", sagt er und ergänzt: "Einen Hund kann man schlecht allein ausbilden." Trainiert wird für verschiedene Prüfungen. Dazu zählen Begleithund-, Fährten-, Ausdauer-, oder Schutzhund-Prüfungen. An oberster Stelle steht für den Verein aber die Gesundheit der Tiere. "Wir wollen, dass die Rasse gesund bleibt", sagt Wijnans, und Georgi fügt hinzu: "Wir gucken als erstes auf die Gesundheit des Tieres, dann erst, was für ein Leistungscharakter da drin steckt." Damit der Verein auch weiterhin bestehen kann, sind neue Mitglieder natürlich willkommen - vorausgesetzt, es passt. Wijnans: "Bei uns entscheidet der ganze Verein mit, ob ein Interessent aufgenommen wird, oder nicht." Zunächst könne man zur Probe trainieren und sehen, wie man miteinander auskommt. Momentan gibt es 32 Mitglieder, darunter drei Jugendliche. "Wir haben eine tolle Jugendwartin, Bianka Szameitat, die den jungen Leuten beibringt, wie man mit dem Tier umgeht." Auch die anderen Mitglieder, wie etwa Kassenwartin Sybille Thissen, engagieren sich, damit der Schäferhundverein auch in nächster Zeit aus eigener Kraft bestehen kann.

Zum Fest auf dem Übungsgelände Schravelener Niersweg, am Samstag, 5. Juli, kommen auch Ortsvorsteher Gerd Kronenberg und Bürgermeister Axel Stibi. Wijnans erklärt: "Der Bürgermeister ist Schirmherr und unterstützt unseren Sport, das freut uns sehr." Von 11 bis 14 Uhr können sich auch alle anderen interessierten Menschen ein Bild machen, was Hund und Mensch als Team erarbeiten.

(RP)