Goch: Säckeweise Müll gesammelt

Goch: Säckeweise Müll gesammelt

Die Viertklässler der Gocher St.-Georg-Schule haben den Wald von Kalbeck gereinigt. Weezer Ordnungsamt, Schönmackers Umweltdienste und Baron von Loe sprachen anschließend mit den Kindern.

GOCH / WEEZE Yannik kann es nicht fassen: "Wie kommt ein Fernseher in den Wald? Und wie eine alte Matratze?" Solche sperrigen und viele anderen großen und kleinen Abfälle haben die Kinder der Klassen 4 a, b und c in Kalbeck gefunden. Den Laderaum eines Kleinlasters füllte all das, was die Jungen und Mädchen nach wenigen Stunden zusammengetragen hatten. Thomas Stiller, der Gutsverwalter von Kalbeck, lud die "Fundsachen", die die Kinder zum Teil am Wegesrand zusammenstellten, auf den Anhänger.

Sogar einen Fernseher entdeckten die Kinder im Wald. Foto: Stade, Klaus-Dieter

Julian, ein besonders emsiger Aufräumer, schleppte den Sack mit den zahlreichen leeren Flaschen lieber selbst bis zum Denkmal. Dort trafen sich Kinder, Lehrer und "Müll-Spezialisten" nach der Aktion zum Gespräch. Maja lacht über ihren Fund, einen halb vermoderten Schuh, während Benedikt verwirrt den Kopf schüttelt. "Ich hab' eine noch geschlossene Dose Mandarinen gefunden", erzählt er.

Von "über hundert Flaschen", schätzt Sipan, haben er und seine Schulfreunde den Wald befreit. "Da war Schnaps drin, Bier, Wein und sogar Sekt", hat Emin erkannt. Julian kann sich denken, wie all dies in den Wald geraten ist: "Die Leute fahren mit dem Auto hier entlang und werfen alles, was sie nicht mehr brauchen, einfach aus dem Fenster."

  • Goch : Gocher Schüler sammeln Müll im Wald

Dazu passt, dass die Kinder den Großteil ihrer Funde nahe der Fahrbahn entdeckt haben. "Tiefer im Wald war nur wenig, höchstens Taschentücher und Zigarettenpäckchen", berichtet Marc. Ihn wundert, dass selbst Eisenstangen, ein Stoßdämpfer und eine Plastikwanne in die Natur geraten sind. "Es macht doch genau so wenig Mühe, die Sachen zum Wertstoffhof zu bringen, wie sie in den Wald zu kippen."

Genau dies wollen die Mitarbeiter von Schönmackers vermitteln, die nach dem Sammeln zu den Kindern stoßen. Für jeden Müll gibt es die richtige Umgehensweise: verschiedene Tonnen und die Möglichkeit, spezielle Abfälle zum Betriebshof des Unternehmens zu bringen. "Manche Leute wissen das vielleicht nicht", meint Philipp. Wenn jemand zu Hause keinen Platz habe, um bis zur nächsten Schrottsammlung zu warten . . . Aber dieses Argument zieht nicht, sind sich die Schüler einig. "Das ist total schlecht für die Natur. Plastik zum Beispiel bleibt 1000 Jahre einfach so liegen, das verrottet nicht mal", weiß Maja. Klassenlehrer Ernst-Josef van de Löcht begleitet die Viertklässler seit Jahren zum Wald-Aufräumen. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen freut er sich, dass auch diesmal wieder alle Eltern mit der Aktion einverstanden waren. "Die Kinder haben Garten- oder Arbeitshandschuhe an, Gummistiefel oder feste Schuhe und nehmen den Müll möglichst mit Zangen auf", erklärt er.

(RP)