RZK Goch verabschiedet Karnevals-Urgesteine

Ehrungen : Drei RZK-Jubilare feierlich verabschiedet

Bei einer Feierstunde im Gocher Rathaus hielt Kleves ehemaliger Bürgermeister Theo Brauer die Laudatio auf die Karnevalisten Josef Hondong, Hans Grüntjens und Josef van de Kamp.

„Karnevalisten gehen nicht in den Ruhestand, sondern natürlich in den Unruhestand“, sagte Frank Bömler, Vorsitzender des Festkomitees Gocher Karneval (RZK) zur Begrüßung der etwa 80 Gäste im Gocher Rathaus. Zum ersten Mal verabschiedete das RZK verdiente Karnevalisten mit einer besonderen Feierstunde. Es ging um Josef Hondong, Hans Grüntjens und Josef van de Kamp.

Bürgermeister Knickrehm betonte, er sei hier nicht nur der Hausherr, sondern auch echter RZKler. Er freue sich, dass Menschen geehrt würden, die sich jahrzehntelang für die Gemeinschaft eingesetzt haben. Den Karneval bezeichnete er als „Massenbewegung im Kristallisationspunkt sozialen Lebens“.

Stefan Rouenhoff betonte in seiner Ansprache, die Jubilare hätten viel Zeit und Arbeit investiert und mit dafür gesorgt, dass Goch zu einer wirklichen Karnevalshochburg am unteren Niederrhein wurde. Das Ehrenamt müsse gestärkt werden, neben den wirtschaftlichen Anreizen, die NRW-Minister Laschet kürzlich in Aussicht gestellt habe, müsse man den Spaß am Ehrenamt wecken.

Als Laudator für die drei „Unruheständler“ war Theo Brauer, Ex-Bürgermeister von Kleve, nach Goch gekommen. Er betonte, welch große Ehre es für ihn sei, diese Laudatio zu halten. Er gestand, er fahre immer mindestens zweimal den Kreisverkehr am Gocher Bahnhof, weil er den Harlekin so schön fände. Karneval helfe dabei, den Lebensalltag erträglich zu machen. Die Ehrung nannte er auch eine Anerkennung des Ehrenamtes an sich. „Bürgerliches Engagement ist für eine Gemeinschaft unverzichtbar“, so Brauer. Josef van de Kamp habe 20 Jahre lang als Schatzmeister des RZK professionell gearbeitet. Seit 1997 war er Mitglied in der Prinzengarde der Vrouwenpoort und seit 1999 Gardist. Brauer nannte auch die Unterstützung durch Ehefrau Marita: „Ohne die Frauen geht es nicht“.

Ulrich Knickrehm hatte Grüntjens zuvor „Mister Backstage“ genannt. Theo Brauer dazu: „Schade, dass mir dieser treffende Titel nicht eingefallen ist.“ Grüntjens, der seit 1986 dem Gocher Kolping-Karneval Komitee angehört, nannte Brauer einen „Entwicklungshelfer“, denn dieser habe 1999 den Klever Prinzen als Adjutant begleitet. Als Mitorganisator habe er das Flaggschiff des Gocher Karnevals, die Prinzenkür, geprägt, sei immer zurückhaltend, beständig und zuverlässig gewesen.

Josef Hondong, der dritte Jubilar des Tages, hat wie die anderen beiden über Jahrzehnte den Gocher Karneval geprägt. Als Sitzungspräsident des RZK moderierte er die Prinzenkür, den Rathaussturm und die Verabschiedungen am Veilchendienstag. „Du hast die Tanz- und Reitergarde gegründet – das war eine geniale Idee. Die Auftritte dieser Truppe sind immer legendär und imposant“, schwärmte Theo Brauer und beendete seine Laudatio mit einem dreifach kräftigen Helau.

Für den musikalischen Rahmen der Feierstunde sorgten Annette und Jürgen Hemmers vom Asperdener Karnevalsverein. Großen Applaus bekam der neu gegründete RZK-(Männer-)Projektchor unter der Leitung von Jürgen Hemmers. Sie sangen „Goch – Miteinander –Stadt“, komponiert und getextet von Christoph Krott, sowie „Die Männer mit der Mütze müssen gehn“, eine Umdichtung eines Udo Jürgens – Hits. Mehrmals betonte Frank Bömler, der Chor und das Lied würden fortan zum festen Bestandteil der Prinzenkür.

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