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Roller-Akku fing Feuer und setzte Dachboden von Haus in Goch in Brand

Brandursache geklärt : Roller-Akku fing beim Laden Feuer

Die Brandermittler wurden schnell fündig: Ein Roller-Akku hat anscheinend während des Ladevorgangs auf dem Dachboden Feuer gefangen.

Am frühen Donnerstagmorgen hatte der Sirenenalarm viele Gocher geweckt: Um 5.30 Uhr wurden die Löschzüge Goch und danach Pfalzdorf zu einem Brand an der Kalbecker Straße am Rand der Innenstadt gerufen. In einem Reihenhauskomplex war auf dem Dachboden ein Feuer ausgebrochen, drei Menschen wurden verletzt, einer musste sogar mit einer lebensgefährlichen Rauchvergiftung in eine Spezialklinik geflogen werden. Schon am Tag nach dem Unglück konnte die Polizei Auskunft über die Ursache des Brandes geben: „Es war ein technischer Defekt. Der Akku eines E-Rollers hat beim Laden Feuer gefangen“, sagt Christina Pitz von der Pressestelle der Polizei in Kleve. Inwieweit auch Feuerwerk, das auf dem Söller gelagert gewesen sein soll, einen Anteil an dem Geschehen hatte, konnte die Polizeisprecherin nicht sagen.

Wie berichtet, hatte der Dachboden bei Eintreffen der Feuerwehr in voller Ausdehnung gebrannt, die Flammen hatten bereits das Dachgeschoss des angebauten Nachbarhauses erreicht. Eine weitere Ausdehnung konnte die Feuerwehr verhindern, dennoch gilt der Häuserblock vorerst als unbewohnbar.

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In fast allen Haushalten gibt e Akkus – vom Handy bis zum E-Bike. Fachleute raten, die Akkus weder zu großer Kälte, noch Hitze auszusetzen, außerdem sollten sie möglichst nicht komplett leer werden und nicht länger als nötig am Strom hängen. Falls dann das Ladegerät einen Defekt hat und der Akku ohne Aufsicht die ganze Nacht am Gerät hängt, kann es zum Brand kommen. Leicht brennbares Material in der Nähe – etwa Feuerwerk – führt dann schnell zur Katastrophe. „Man unterschätzt das leicht. Sogar scheinbar harmlose Wunderkerzen können Explosionen hervorrufen“, hat Christina Pitz bei einer Fortbildung gelernt.

Silvester dürfte ein Anlass sein, mal nachzusehen, was an Knallern und Raketen vom vergangenen Jahr noch vorhanden ist. Am besten bleiben keine Reste, wenn es auch nicht verboten sei, sie aufzubewahren, so Pitz.