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Reggae-Bands begeistern im Gocher Stadtpark

Stadtpark : Jamaikaklänge im Gocher Stadtpark

Stadtparkverein hatte zu „Reggae meets Park“ geladen. Im Regen wurde getanzt bei Mama Sun und Unstoppable Fyah.

Es passte alles, nur das Wetter nicht. „Zum ersten Mal in diesem Jahr haben wir Pech mit dem Wetter“, sagte Willi Weber vom Gocher Stadtparkverein, der mit „Reggae meets Park“ seine letzte Musikveranstaltung der Saison 2018 organisiert hatte. Es war eine Premiere, denn zum ersten Mal waren Jamaikaklänge an der Konzertmuschel des Stadtparks im Zentrum der Weberstadt zu hören. Insgesamt fünf Bands standen auf dem Programm, live auf der Bühne sangen Mama Sun aus Wipperfürth mit Selecta Dan und Greenyard Movement und der gebürtige Jamaikaner Jehorney Coulson alias Unstoppable Fyah. Weil der Nachmittag weitgehend verregnet war, kamen weniger Gäste als sonst bei den Musikevents des Stadtparkvereins. Dennoch tanzten etwa 100 Gäste begeistert zu den Liedern von Mama Sun.

„Das ist das beste Publikum, das auch bei Regen kommt“, sagte Markus Bertino, der die Line Up des Reggae Festivals zusammengestellt hatte. Unterstützt wurde er dabei von KevinRasta von der Band Gun Man Sound, die ebenfalls im Stadtpark mit dabei war. Mit Unstoppable Fyah holten sich die Gocher echtes Jamaika-Feeling in den Park. Der 33jährige Newcomer mit den langen schwarzen Dreadlocks brachte eine Riesenportion Energie auf die Bühne. Reggae ist auch Kommunikation über Gesang und Bewegung, das war spürbar bei seinem intensiven Auftritt.

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Immer wieder fragte er das Publikum: „How do you feel?“, ging zu den Tanzenden, forderte sie zum mitsingen auf. „Wenn ihr nicht mitmacht, gehe ich“, stellte er direkt aber auf sympathische Weise klar. Die meisten hörten einfach fasziniert zu, einige Mittänzer, die den Regen einfach ignorierten, fanden sich auch. Dann versank Fyah (das jamaikanische Wort für Feuer) wieder ganz in Rhythmus und Klang. Seine Lieder textet und komponiert er selbst. Unverkennbar ist dabei die Inspiration durch den unvergessenen Bob Marley. Inhaltlich thematisiert er Biografisches, zum Beispiel einen schweren Autounfall, den er überlebte. Sein aktuelles Album nannte er deshalb „Still alive“.

Gun Man Sound aus Düsseldorf sorgten durchgehend für die passende Stimmung, legten Dancehall auf, Soca und Afrobeat. Reggae2Rumble sind Jan, Torsten, Nils und Simon aus Hilden. Auch sie hatten die einschlägigen Reggae-Rhythmen in ihrem Set, und ihr Klang erinnerte an die Sonne des gerade erst zu Ende gegangenen „Supersommers“. Passend zum Thema gab es diesmal nicht nur die klassischen Snacks vom Food Truck Schweinchen der Metzgerei Thünnesen, sondern auch eine Cocktailbar, die der Stadtparkverein selbst auf die Beine gestellt hatte.

Im Angebot waren „Tequila Sunrise“, Pina Colada oder ein Rumpunsch namens „Zombie“. Seit 2015 sorgt der Gocher Stadtparkverein für regelmäßige Veranstaltungen in der Parkanlage an der Niers. Durch finanzielle Förderung zahlender Mitglieder und Sponsoren ist der Eintritt immer frei. Grundgedanke dabei ist, wie der Vorsitzende Thomas Claaßen betont, den Park zu beleben, ihn für die Gocher wieder attraktiv zu machen und die Menschen zusammen zu bringen. Die diesjährige Veranstaltungsreihe von O. wie Ostern bis O. wie Oktober geht zu Ende mit einer weiteren Auflage des beliebten „Spielen wie früher“ am 6. Oktober.