Rat in Uedem: Verwaltung sucht Standort für Sportplatz

Sportpolitik in Uedem : Verwaltung sucht Standort für Sportplatz

Ein gemeinsamer Sportplatz für den Uedemer SV und Fortuna Keppeln war Gesprächsthema im Rat der Gemeinde.

Wie sieht die Zukunft der Uedemer Sportvereine USV und Fortuna Keppeln aus? Noch scheint in dieser Frage vieles offen, der Rat der Gemeinde aber stellte nun die Weichen für die Gestaltung dieser. Der Grund: Die Lokalpolitik hat die Verwaltung beauftragt, einen Standort für eine neue Sportplatzanlage zwischen den Ortsteilen zu suchen. Und dennoch: Das Thema birgt eine Menge Zündstoff. CDU-Ratsherr Theo Hoffmann unterstrich im Rat, dass eine Entscheidung auf keinen Fall über den Kopf seines Heimatvereins Fortuna Keppeln gefällt werden dürfe. Und zwar unabhängig davon, was der nun eingesetzte Workshop vorschlägt. Ein solcher soll mit Vertretern von Sportvereinen, Schulen, Politik und Verwaltung ins Leben gerufen werden. SPD-Fraktionschef Jörg Lorenz entgegnete Hoffmann: „Ich kann die Sorge nachvollziehen, aber der Workshop wird nichts entscheiden. Einen Beschluss fällt nur der Rat.“

Die Gründe für den Workshop liegen auf der Hand: Der Uedemer SV fordert einen neuen Kunstrasenplatz, gleichzeitig wird über eine Umsiedlung der USV-Platzanlage schon lange gesprochen. Schließlich soll auf der bisherigen Fläche die Wohnbaulandentwicklung vorangetrieben werden, der Name des Projekts: „Klosterquartier“. Eine Forderung für eine gemeinsame Sportanlage ist, dass diese zwischen den Ortsteilen Uedem und Keppeln verortet wird. Eine Erweiterung der bestehenden Anlage von Fortuna Keppeln am Schafheider Weg ist dem Vernehmen nach im Uedemer Spielverein nicht vermittelbar. Die Vorschläge, einen Workshop einzurichten und einen Standort für die Sportplätze zu suchen, wurde einstimmig vom Rat angenommen. Dennoch kritisierte die Bündnisgrüne Fraktionsvorsitzende Gabriele Höpfner, dass die Verwaltung „den zweiten Schritt vor dem ersten“ mache, schließlich sei der Politik nicht vollends klar, wie die beiden Vereine sich in der Angelegenheit positionieren. „Man sollte mit ihnen sprechen und fragen: Was wollt ihr? Es gehören alle an einen Tisch“, sagte Höpfner im Rat weiter. Bürgermeister Rainer Weber erwiderte, dass man im regen Austausch mit den Klubs stünde, so seien auch die Bogenschützen in die Überlegungen zu einem Sportplatz einbezogen worden. Der Grund: Auch sie sind auf der Suche nach einer neuen Anlage. CDU-Ratsmitglied Richard Janssen erklärte: „Wir schmeißen vielleicht Millionen heraus, um 500 Meter in Richtung Uedem zu gehen.“ Damit plädierte der Politiker aus Keppeln dafür, im Workshop nochmals die Variante zu prüfen, die Anlage der Fortuna zu erweitern. Auch der Antrag des Uedemer Spielvereins auf Errichtung eines Kunstrasenplatzes wurde wie erwartet von der Ratsmehrheit stattgegeben. Zuvor aber sollen die grundsätzlichen Fragen zur Zukunft der Vereine geklärt werden.

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