Rewe-Brand in Goch: Quartett rückt in den Fokus der Polizei

Rewe-Brand in Goch : Quartett rückt in den Fokus der Polizei

Der Rewe-Markt an der Klever Straße in Goch brannte bis auf die Grundmauern nieder. Nun hat die Polizei eine heiße Spur. Vier junge Erwachsene wurden mehrfach verhört.

Daraufhin befragten die Beamten die beiden, bei denen es sich um einen 20-jährigen Mann aus Goch und einen 23-jährigen Klever handelt. Dabei kam Folgendes heraus: Eine Frau und drei Männer hielten sich in der Nacht zum Sonntag auf dem Parkplatz des Rewe-Markts auf, als es zu einem Streit zwischen zwei Männern und der Frau kam.

Im Verlauf des Streits um Fotos auf einem Handy liefen die 19-jährige Frau aus Goch, ihr 20-jähriger Freund aus Uedem und der 23-jähriger Bekannte (einer der Befragten) aus Kleve an die Seite des Markts zu einer Laderampe. Ein ebenfalls anwesender 20-jähriger Mann aus Goch (der andere der beiden Befragten) blieb im Eingangsbereich des Supermarktes stehen.

Als die drei Streitenden zum Eingangsbereich zurückkamen, brannte der Inhalt des Papierkorbs im Bereich der Einkaufswagen. Der 23-Jährige schüttete eine Flasche Wasser in den Papierkorb und löschte damit das Feuer, so die Aussage. Unmittelbar danach, gegen 1.40 Uhr, liefen die drei Streithähne in Richtung Bahnhof und setzten ihren Disput fort. Der 20-jährige Gocher blieb am Supermarkt zurück.

Gegen 1.50 Uhr wurde die 19-jährige Frau aus Goch und ihr 20-jähriger Freund aus Uedem am Bahnhof abgeholt. Der 20-jährige Gocher traf auch am Bahnhof ein und blieb dort mit seinem 23-jährigen Bekannten. Als beide gegen kurz vor 2 Uhr die Rauchentwicklung am Supermarkt sahen, liefen sie zurück zum Brandort und holten das Auto des 23-Jährigen aus dem Gefahrenbereich. Dann gesellten sie sich zu den Schaulustigen.

Bandursachenermittler hatten festgestellt, dass zunächst der Papierkorb in der Nähe der Einkaufswagen in Brand geriet und das Feuer dann auf das Gebäude übergriff. Der gesamte Rewe-Markt wurde zerstört, der Schaden beträgt wohl mehrere Millionen Euro.

Insgesamt hat es bislang "eine kurze Befragung und drei Vernehmungen der jungen Erwachsenen gegeben", so Polizei-Sprecher Manfred Jakobi. Der 20-Jährige, der sich von einem Anwalt vertreten lässt, macht bislang keine umfassenden Angaben, so Jakobi.

Auch deshalb ist die Polizei, die weiter ermittelt, dringend auf Zeugenaussagen angewiesen. Zeugen, die die vier Personen in der Brandnacht gesehen haben, werden gebeten, sich bei der Kripo Kalkar unter Telefon 02824 880 zu melden.

(RP)
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