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Professor Franz Mönks war Begabungsforscher und ist nun tot

Hochbegabung : Trauer um den Gocher Begabungsforscher

Professor Franz Mönks (87) ist in Nimwegen gestorben.

Wem er tief in die Augen blickte, der fühlte sich durchschaut. Allerdings auf freundliche, vielleicht etwas nachsichtige Weise. Mag sein, dass Franz Mönks (Foto: Archiv) gleich wusste, mit welchem intellektuellen Kaliber er es zu tun hatte. Lieber war ihm aber, diese Vermutung wissenschaftlich zu untersuchen. Franz Mönks, emeritierter Professor für Begabungsforschung und in Goch als Sohn eines Metzgers an der Marktstraße aufgewachsen, ist jetzt 87-jährig in seiner beruflichen Heimat Nimwegen gestorben.

Im bischöflichen Gymnasium Gaesdonck hatte der Professor für Entwicklungspsychologie ein Institut für Begabungsforschung eröffnet und das bis heute erfolgreiche „Kinder College“, ein Angebot für engagierte Grundschüler, unterstützt. Lehrer Wolfgang Winter, der sich in Gaesdonck heute um Begabungsfragen kümmert, hat Mönks sehr gut gekannt. Im Gespräch mit unserer Redaktion sagt er: „Franz Mönks hat sein berufliches Leben der besonderen Förderung hochbegabter Kinder gewidmet. Als Professor an der Universität Nimwegen und als Autor rückte er insbesondere deren Probleme in den Fokus und entwickelte Lösungsansätze. Durch seine unermüdliche Vortragstätigkeit bis ins hohe Alter hinein machte er viele Pädagogen wie auch Eltern mit dem Thema bekannt und motivierte sie zur Fortbildung.“

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Winter schreibt, er persönlich sei dem Wissenschaftler zu Dank verpflichtet, weil er ihn immer wieder ermutigt habe, sich der besonders begabten Kinder intensiv anzunehmen. „Immer, wenn ich Franz Mönks in der Stadt begegnete, sprach er von Einladungen aus aller Welt, die belegen, dass es sich bei Franz um einen weltbekannten Forscher handelte.“ Dennoch sei er seinen Mitmenschen immer auf Augenhöhe begegnet, Mönks sei ein leidenschaftlicher Forscher und sympathischer Mensch gewesen.