1. NRW
  2. Städte
  3. Goch

Goch: Politik will "Lösung" für Martin-Franz-Kindergarten suchen

Goch : Politik will "Lösung" für Martin-Franz-Kindergarten suchen

Jugendhilfeausschuss hatte Ausbau wegen Finanznot abgelehnt. Protest-Brief des Elternrates. Bürgermeister lässt Thema nun erneut diskutieren.

"Große Enttäuschung und Verständnislosigkeit" hat die einstimmige Entscheidung des Gocher Jugendhilfeausschusses in nicht öffentlicher Sitzung auslöst, einen beantragten, 180 000 Euro teuren Anbau am Kindergarten der Martin-Franz-Stiftung abzulehnen. Dies machen die Vertreter der Eltern, deren Kinder in der privaten Einrichtung betreut werden, nun in einem offenen Protestbrief deutlich, der sowohl an den Bürgermeister als auch an die im Rat vertretenen Fraktion und die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses adressiert ist. Die Enttäuschung der Eltern ist aus mehreren Gründen groß. Ohne den Anbau müssten die Betreuungsverträge für 18 Kinder zum Beginn des kommenden Kindergartenjahres (August 2015) gekündigt werden. Alternativplätze gibt es in der Ü-3-Betreuung nach Einschätzung der Eltern in Goch kaum. Auch Arbeitsplätze seien in Gefahr.

Der Bürgermeister der Stadt Goch, Karl-Heinz Otto, und die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Katharina Verhoeven-Scholz, haben bereits auf den Protestbrief des Elternrates reagiert. Gemeinsam haben sie das Thema auf die Tagesordnung einer außerordentlichen Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 22. Januar gesetzt.

  • Hildegard Wolff hat jahrzehntelang Frauen beraten.⇥Foto:
    Frauenberatung in Goch : Impuls-Beraterin der ersten Stunde verabschiedet sich
  • Der Vorsitzende Richter Christian Henckel hatte
    Einen Monat lang : Richter schließt Öffentlichkeit bei Graefenthal-Prozess aus
  • Karl-Josef Laumann spricht während der Pressekonferenz
    Pandemiebekämpfung : Am Samstag fällt auch für die Impfzentren die Priorisierung

In der vergangenen Sitzung des Ausschusses war der Kindergarten-Anbau laut Aussage einiger Ausschussmitglieder noch wegen fehlender finanzieller Mittel abgelehnt worden. Dass das Thema nun erneut diskutiert werden soll, kann nach Einschätzung von Willi Ratsak, der für die SPD im Gocher Jugendhilfeausschuss sitzt, ein Zeichen dafür, dass nun Mittel aus "anderen Töpfen" zur Verfügung ständen.

Als "sehr unbefriedigend" bezeichnet die stellvertretende Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Hildegard Fielenbach-Hensel (Bündnis 90 / Grüne) die derzeitige Situation. Angesichts der Finanzlage habe der Ausschuss aber im Oktober gar nicht anders entscheiden könne. Zugleich ist die Grünen-Politikerin jedoch überzeugt, dass Verwaltung und Politik gemeinsam nach einer Lösung suchen werden.

(RP)