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Pfarrgemeinde Gocher Land spendet für Ghana

Pfalzdorf : Coronahilfe für Afrika aus dem Gocher Land

Marmelade, Plätzchen und Co. werden verkauft. Der Erlös soll dann als weitere Coronahilfe an die Schwestergemeinde in Ghana geschickt werden.

(RP) Der Partnerschaftsausschuss hat sich entschlossen, dass an den Adventswochenenden nach den Gottesdiensten in Pfalzdorf selbstgemachte Marmeladen, Plätzchen und das eine oder andere mehr zum Verkauf angeboten wird. Der Erlös soll dann als weitere Coronahilfe an die Schwestergemeinde in Ghana geschickt werden. Alternativ können Marmelade, Plätzchen und Co. auch zu den Öffnungszeiten im Pfarrbüro Pfalzdorf, Hevelingstraße 110, erworben werden. Einen Weihnachtsmarkt, bei dem verkauft würde, kann es ja diesmal nicht geben.

Christoph Huismann, Vorsitzender des Freundschaftskreises, dankt den Spendern auch im Namen der Freunde in Ghana. „Dass diese Partnerschaft mit der Gemeinde St. Theresa in Nandom nun schon mehr als 30 Jahre besteht, verdanken wir Ihnen allen und Ihrer Hilfe“, so Christoph Huismann.

Der Hintergrund, geschildert vom Freundeskreis: Corona hat Deutschland noch fest im Griff. Die Pandemie ist auch in Ghana ein großes Thema. Zwar sind bisher noch nicht so viele Infektionsfälle bekannt, aber auch dort ist das Virus auf dem Vormarsch. Und jetzt hat es auch dort ein erstes ganz prominentes Opfer gegeben; der ehemalige Präsident des Landes, Jerry John Rawlings, ist an Corona gestorben. Das führte zu erheblicher Beunruhigung im Volk.

Die Möglichkeiten, sich selbst zu schützen, sind in Ghana im Vergleich zu Deutschland deutlich eingeschränkt. Distanz halten ist schwierig, wenn man mit Dutzenden von Menschen auf engem Raum lebt, regelmäßiges Händewaschen funktioniert nur, wenn auch Wasser und Seife zur Verfügung stehen. Und das Desinfizieren der Hände ist nicht möglich, wenn es keine Desinfektionsmittel gibt.

Bereits zweimal hat der Ghana-Partnerschaftskreis Bavielli der Kirchengemeinde St. Martinus Gocher Land das Krankenhaus der Schwestergemeinde St. Theresa Nandom im Norden Ghanas bei der Anschaffung von Desinfektionsmitteln, Seife und Schutzkleidung unterstützt. Zunächst wurden spontan 1000 Euro nach Ghana überwiesen, dann mit Unterstützung des Landes NRW, das ebenfalls eine Partnerschaft zu Ghana unterhält, noch einmal 6500 Euro. Ein Dankschreiben des Krankenhauses, übermittelt durch den Ansprechpartner vor Ort, Bernette Diazogl, zeigte aber, dass diese Hilfen zwar wichtig sind und dankbar angenommen wurden, aber bei weitem nicht ausreichen.

(RP)