Ostkirche in Pfalzdorf wird am Sonntag, 12. Januar, entwidmet

Aus den Gemeinden : Pfalzdorf verabschiedet Ostkirche

Die Evangelische Kirche lädt für Sonntag, 12. Januar, 18 Uhr, zum Abschiedsgottesdienst ein. Der Förderverein wird die entwidmete Kirche kaufen und erhalten.

(RP) Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Pfalzdorf lädt für Sonntag, 12. Januar, 18 Uhr, zum Gottesdienst in die Ostkirche ein. Der Gottesdienst ist ein besonderer, denn in ihm wird die kleine rosafarbene Kirche entwidmet. Auf der anderen Seite hatte der Förderverein Ostkirche bekannt gegeben, das Kirchengebäude für einen symbolischen Betrag kaufen zu wollen. Der genaue Vertrag dazu soll in den kommenden Tagen unterschriftsreif sein. „Wir freuen uns, dass der Förderverein die Kirche weiter erhalten will, mittlerweile ist sie von innen wie von außen renoviert und ein Kleinod geworden“, sagr Pfarrer Armin Rosen.

Was passiert, wenn eine Kirche entwidmet wird? Sie wird aus dem Dienst der evangelischen Kirchengemeinde als Versammlungsort der Gemeinde genommen, wie Stefan Schmelting erklärt. Damit die Entwidmung seitens der Landeskirche genehmigt werden konnte, mussten zwei Bedingungen erfüllt sein: Erstens müssen in der Kirchengemeinde in ausreichender Zahl Gottesdienststätten verbleiben, das ist mit der Westkirche und der ev. Kirche in Nierswalde der Fall. Zweitens darf die künftige Nutzung des Gebäudes kirchlichen Interessen nicht zuwiderlaufen.

Mit dem Erhalt des Kirchgebäudes, in dem seit 1779 die Gottesdienste der evangelisch-lutherischen Gemeinde gefeiert wurden, bleibt ein Gebäude in Pfalzdorf, an dem viele Erinnerungen haften: Traurige Abschiede und schöne Feiern wie Hochzeiten und Taufen. Gottesdienstlich wurde die Ostkirche seit 2006 kaum mehr genutzt. Seit der Verpachtung 2010 an den Förderverein wurden Instandsetzungsarbeiten in Angriff genommen.