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Goch: Nierswellen-Webcam ist wieder online

Goch : Nierswellen-Webcam ist wieder online

Technische Probleme hatten monatelang verhindert, dass die Nierswellen-Webcam Bilder ins Netz sendet. Zwei Gocher Firmen nahmen das Problem ehrenamtlich in Angriff, nun sendet die Cam wieder - mit verbesserter Bildqualität.

Monatelang blieb es dunkel, nun sendet sie endlich wieder Bilder, die Gocher Webcam an den Nierswellen. Auf der Startseite der Stadt-Homepage www.goch.de ist unter dem Bild vom Gocher Marktplatz kein schwarzer Kasten mehr zu sehen, sondern die Nierswellen an der Bahnhofstraße - bei Wind und Wetter, bei Tag und bei Nacht. Dass monatelang Funkstille herrschte, lag an technischen Problemen, wie Gochs Pressesprecher Torsten Matenaers erklärt: "Wir haben uns 2011, als wir die Webcam beschafft haben, für eine sehr günstige, aber damit leider auch störanfällige Sendetechnik entschieden. Ein Kabel vom Kamerastandort an der Bahnhofstraße unterirdisch zum Rathaus zu ziehen schied von vorneherein aus, das wäre viel zu teuer gewesen. Die Lösung damals, das Bild via Mobilfunk-Router zu senden, schien die beste zu sein."

Prachtstück in der Gocher Innenstadt: Die Nierswelle zieht junge und alte Gäste an. Foto: Evers

Doch die Technik sollte die Stadt eines besseren belehren: Hohe Temperaturen und kühle Nächte im Sommer 2011 sorgten für Störungen in der Übertragung. "Wir hatten ständig Probleme mit dem Router, er konnte die großen Temperaturunterschiede einfach nicht verkraften", so Matenaers. Im Februar dieses Jahres fiel die Webcam dann komplett aus - kein Bild mehr, die Besucher der Gocher Webcam blickten ins Leere. Rund 340 000 Besucher hat das Internetangebot der Stadt pro Jahr, seit kurzem sehen die nun auch wieder die Gocher Nierswellen auf der Startseite. Zu verdanken ist das Christoph Kühnapfel und Ulrich Wintjens, Geschäftsführer des Gocher EDV-Spezialisten Büro Büro. Die hatten nicht nur eine Lösung für die technischen Probleme, sondern setzten diese auch noch für die Stadt kostenfrei um - im Dienste aller Gocher im In- und Ausland sozusagen, die regelmäßig einen Webcam-Blick in ihre Heimat werfen wollen. Das Bild wird nun nicht mehr über einen Mobilfunk-Router, sondern über einen weit weniger störanfälligen Richtfunk übertragen, vom Kamerastandort an der Bahnhofstraße direkt ins Rathaus.

Mitgewirkt hat neben Christoph Kühnapfel und Ulrich Wintjens auch der Elektrotechnik-Meisterbetrieb Carsten Coenen, ebenfalls kostenfrei für die Stadt, ebenfalls im Dienste der Webcam-Benutzer. "Wir haben die Verkabelung zwischen Kamera und Funkmodul an der Bahnhofstraße und am Rathaus zwischen Funkempfänger und der Netzwerk-Infrastruktur hergestellt. Wir haben uns sehr gerne dafür engagiert, dass die Nierswelle jetzt wieder störungsfrei im Internet zu sehen ist", sagt Carsten Coenen.

Seit sechs Jahren sind die Webcams fester Bestandteil der Gocher Internetpräsenz, viele hundert Besucher klicken die Bilder täglich an. "Vielen Dank an Büro Büro und Carsten Coenen für die Unterstützung. Wir haben jetzt ein viel besseres Bild als früher und gekostet hat es absolut nichts. Besser geht es nicht", sagt Torsten Matenaers. Noch im Juni soll die Gocher Internetseite übrigens in überarbeiteter Version online gehen: "Goch.de wird dann eine deutlich größere Schrift und größere Bilder haben. Insgesamt werden die Seiten breiter und übersichtlicher und damit noch komfortabler sein als bisher", so Matenaers.

(RP)