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Goch: Neugestaltung des Alten Marktes aufgeschoben

Goch : Neugestaltung des Alten Marktes aufgeschoben

Im Weezer Bauausschuss wurde der Beschluss zur Neugestaltung erst einmal aufgehoben. Interessen unvereinbar.

Alfons van Ooyen ist sehr zufrieden mit dem Ausgang seiner Unterschriftenaktion. Rund 100 Weezer, sagt der SPD-Fraktionschef von Weeze, hatten sich kürzlich gegen das Vorhaben der Verwaltung ausgesprochen, unmittelbar vor den Geschäften am Alter Markt in Weeze Parkplätze einzurichten. Man sähe dann auf eine Wand von Autos, und so habe man sich die Verschönerung des historischen Zentrums nicht vorgestellt, argumentierte die SPD.

Dass im jüngsten Bauausschuss der Beschluss zur Neugestaltung des Alter Marktes erst einmal aufgehoben wurde, möchte Heinz Hönnekes aus der CDU-Fraktion allerdings nicht als Erfolg der SPD-Aktion verstanden wissen. Da hätten andere Überlegungen eine Rolle gespielt. "Es gab ja eine Bürgerveranstaltung zum Thema, und dabei wurde deutlich, dass es höchst unterschiedliche Erwartungen an den Alter Markt gibt, die auch kaum übereinander zu bringen sind. Eine Gruppe wollte zum Beispiel jeglichen Autoverkehr raus aus dem Zentrum haben. Das wäre den Geschäftsleuten jedoch nicht zuzumuten." Schon jetzt beklagen sich einige darüber, dass das Parken am Markt schwierig sei - Autos werden "wild durcheinander" abgestellt; verbindliche Parknischen sind kaum zu erkennen. Autos quer zur Fahrbahn vor der Bäckerei und den Nachbargebäuden zu parken ist nicht die einzige Möglichkeit, den Platz zu erschließen. Denkbar wäre auch, Fahrzeuge aus beiden Richtungen in der Mitte parken zu lassen. Oder eben wie bisher, nur geordneter. Um ihn zu beleben, dürften Autos jedenfalls nicht ausgesperrt werden, ist die CDU überzeugt. SPD-Mann van Ooyen jedenfalls findet es gut, dass erst einmal in gemütliche Sitzbänke und Begrünung investiert wird. Zusammen mit einem verbesserten Kirchenumfeld werde der Platz dann schon gewinnen. Und wer weiß: Vielleicht gelingt es der Weezer Verwaltung irgendwann, die Eigentümerin des alten Rewe-Komplexes dafür zu gewinnen, etwas an dem unattraktiven Gebäude zu tun.

(nik)