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Goch: Nährengel: Kraftwerk im Oktober in Betrieb

Goch : Nährengel: Kraftwerk im Oktober in Betrieb

Am 31. Oktober geht das Biomasse-Heizkraftwerk auf dem früheren Hendricks-Gelände in Betrieb. Gochs Bürgermeister Karl-Heinz Otto teilte den Termin gestern Nachmittag anlässlich eines "Ortstermins" bei Nährengel mit. Grund: Dr. Günther Bergmann, Landtagsabgeordneter und CDU-Chef des Kreises Kleve, stattete Goch gestern einen offiziellen Besuch ab.

Mit Termin bei Nährengel. Und das mit gutem Grund. Das Unternehmen, erfolgreich, seitdem die jetzigen Gesellschafter um Anton van den Boom es von einem Konzern übernahmen, bietet nicht nur 240 Arbeitsplätze, sondern bald auch klimaneutrale Energieerzeugung. Mit RWE und den Stadtwerken ist Nährengel Betreiber des Heizkraftwerkes, das mit Biomasse arbeitet, mit "Abfall" aus der Forstwirtschaft.

Alles bestens also? Ja mit Einschränkungen. Anton van den Boom machte gestern deutlich, mit Erdgas habe man billiger arbeiten können. Aber es gehe um nachhaltigkeit. Und darum, dass das Kraftwerk mit günstigem Heizmaterial beliefert werde. Da gibt es wohl Diskussionen mit dem Gesellschafter RWE.

Viel Lob für Nährengel von Günther Bergmann. Viel Lob auch für die Stadt Goch. Die habe sich "ganz schön gemacht". Und jetzt, in Zeiten finanzieller Enge, stecke man nicht den Kopf in den Sand, sondern tue alles dafür, handlungsfähig zu bleiben, gestalten zu können. "Goch hat viel mittelständisches Gewerbe, eine tolle Infrastruktur, zum Beispiel in den Bereichen bildung und Kultur, eine funktionierende Innenstadt, gute Stadtwerke." Das Stichwort für deren Geschäftsführer Carlo Marks. In Zeiten, in denen die Margen, die Gewinne eines Energieversorgers weiter schrumpften, sei es wichtig, selbst Energie zu erzeugen. Das Kraftwerk, an denen das Unternehmen ja beteiligt sei, mache Goch vom Energiemarkt unabhängiger.

(RP)