Live-Konzerte : Breite Musikpalette bei der Bandnacht

In acht Lokalen traten bei der Gocher Nacht der Bands acht verschiedene Musikgruppen auf. Von Rock über Deutschpop bis hin zu Reggae und Funk blieb den Besuchern kaum ein Wunsch unerfüllt.

Joachim Witt, Eric Clapton oder doch lieber Creedence Clearwater Revival? Diese Frage mussten sich am Wochenende die Besucher der Gocher Nacht der Bands stellen. Denn die musikalische Auswahl war auch in diesem Jahr wieder groß: In acht Lokalen spielten acht verschiedene Coverbands und erfüllten das Gocher Nachtleben.

Wer deutschsprachige Titel mag, der war im Café zum Padre bestens aufgehoben: Dort eröffnete das Trio „Doris D“ die Bandnacht, bot Akkustikinterpretationen etwa von Andreas Bourani, Max Mutzke oder Joachim Witt. Als Eisbrecher des Kneipenfestivals leistete „Doris D“ ganze Arbeit, lockte die anfangs noch schüchtern am Eingang stehenden Besucher tiefer in das beschauliche Lokal. „Kommt näher, auf dem Sofa hier sind auch noch Plätze frei“, rief Oyo Steinke (Gesang und Saiteninstrumente) in Richtung Theke, bevor er Bouranis „Mein Herz schlägt schneller als deins“ anstimmte.

Musikwünsche nahm das Trio allerdings nur bedingt an: Als sich einer der Besucher einen Titel der Band „Fury in the Slaughterhouse“ wünschte, wies Cajón-Spieler Jörg van Kersteren ihn darauf hin, dass „Doris D“ nur deutschsprachige Titel im Programm habe. „Wir können aber gerne versuchen, mit englischem Akzent zu singen“, tröstete Oyo Steinke den Besucher, welcher sich auch mit weiteren deutschen Titeln gut unterhalten fühlte. Im gemütlichen Café zum Padre kam eine schöne Wohnzimmer-Atmosphäre auf, befand sich doch zwischen „Doris D“ und den Gästen an vorderster Front kaum ein Meter Abstand – ebenso wie zwischen Band und Toilettengang, wie Bandmitglied Michael Bokelmann feststellte.

Rockig zu ging’s am Samstagabend im CurryQ: Dort trat die Oldie-Band „Opa kommt“ auf und machte ihrem Namen alle Ehre: Nicht weil das Trio einen betagten Eindruck auf der Bühne gemacht hätte – im Gegenteil –, sondern weil sie ausschließlich Titel spielten, die mindestens 40 Jahre alt sind. „Ich will es mal so sagen: Die meisten Gäste sind alt genug und dürfen hierbleiben“, scherzte Schlagzeuger und Sänger Raimund Naumann, bevor er mit seinen Bandkollegen Songs wie „Bad Moon Rising“ von Creedence Clearwater Revival“, Johnny Cashs „Ring of Fire“ oder Eric Claptons „Cocaine“ zum Besten gab. Die Besucher hatten wieder ihren Spaß bei der Gocher Bandnacht, pendelten trotz der Kälte zu Fuß oder mit dem Shuttlebus von Lokal zu Lokal und suchten sich ihre Lieblingsband des Abends. Katrin Jansen aus Bedburg-Hau war zum ersten Mal bei der Gocher Bandnacht, fand sich aber schnell zurecht und genoss den Abend: „Ich mag es nicht so, wenn ein Lokal überfüllt ist. Das war aber kein Problem, auch wenn es hier und da schon recht voll war. Die Musik hat mir auch gut gefallen, mein Favorit war die Band ‚Opa kommt‘. Die haben super Songs gespielt“, befand die Besucherin – auch wenn sie noch keine 40 Jahre alt ist.