1. NRW
  2. Städte
  3. Goch

Nach Unfall auf Abreise von Parookaville gibt es Kritik der Polizei

Unfall auf Abreise von Parookaville : Polizei kritisiert: Sperrung bei Abreise missachtet

Die Polizei kritisiert, dass mancher die Sperrung beim Unfall auf der Abreise von Parookaville ignorierte.

(RP) Der Unfall bei der Abreise von Parookaville beschäftigt  die Polizei weiter. Wie berichtet, wollte am Montag ein Auto mit Festivalbesuchern auf der Uedemer Straße nach links abbiegen und stieß dabei mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen, in dem eine Familie saß. Fünf Personen wurden leicht verletzt, ein neunjähriges Mädchen schwer. Wegen des Unfalls wurde die Straße gesperrt. Denn es mussten Verletzte versorgt, das Geschehen protokolliert und die beschädigten Fahrzeuge abgeschleppt werden.

Offensichtlich ist dieses Vorgehen vielen Autofahrern aber nicht bekannt. „Beim Weezer Unfall versuchten etliche Fahrzeugführer, an meinem quergestellten Polizeimotorrad, bei dem das Blaulicht eingeschaltet war, vorbeizufahren. Einige waren gar noch erbost, als sie zurückgewiesen wurden“, berichtet Polizeioberkommissar Michael Peters.

„Die Bedeutung eines quergestellten Einsatzfahrzeuges mit eingeschaltetem blauem Blinklicht scheint aber vielen Fahrzeugführern nicht bewusst zu sein“, meint Michael Peters, der als Motorradfahrer beim Verkehrsdienst der Kreis Klever Polizei unterwegs ist. Das habe der schwere Unfall in Weeze wieder einmal deutlich gezeigt.

Und er ist mit seinen Beobachtungen nicht allein: Viele Polizisten – nicht nur im Kreis Kleve – können davon ein Lied singen. Das ist für die Polizei der Anlass, noch einmal auf das richtige Verhalten hinzuweisen: Wenn ein Einsatzfahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht eine Einmündung, Kreuzung oder Fahrspur blockiert, dann ist das eine vorübergehende Streckensperrung, die notwendig für polizeiliche Maßnahmen oder eine Personenrettung sein können. Der Verkehrsteilnehmer, egal ob Anwohner oder Ortsunkundiger auf der Durchreise, muss dann einen anderen Weg zu seinem Ziel wählen.

Das Nichtbeachten von Zeichen und Weisungen von Polizeibeamten kann mit bis zu 70 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet werden.