1. NRW
  2. Städte
  3. Goch

Hospital in Goch: Nach Schlüsselloch-OP bleibt Tupfer im Bauch

Hospital in Goch : Nach Schlüsselloch-OP bleibt Tupfer im Bauch

Ein etwa fünf Millimeter großer Tupfer ist nach einer so genannten "Schlüsselloch-Operation" (also einem minimalinvasiven Eingriff) im Gocher Krankenhaus im Oberbauch einer Patientin geblieben. Dies bestätigte am Dienstag Stefanie Hamm, Sprecherin der Katholischen Kliniken im Kreis Kleve (KKiKK), auf RP-Anfrage.

Allerdings sei dies nicht etwa unentdeckt geblieben. Nachdem besagter Tupfer während des Eingriffs im Gewebe abgerutscht sei, hätten die Ärzte ihn — eben wegen der nur winzigen Öffnung der Bauchdecke — nicht sofort wieder entfernen können.

Man habe der Patientin die besagte Entfernung im Rahmen einer etwas größeren Folge-OP angeboten. "Sie hat nach der Aufklärung durch die Ärzte aber erst einmal darauf verzichtet", so Stefanie Hamm. "Denn in etwa 70 Prozent dieser Fälle gibt es keinerlei Abstoßungsreaktionen des Körpers."

Die Wahrscheinlichkeit sei also groß, dass die Patientin niemals Probleme mit dem verbliebenen Tupfer bekommen werde. Dennoch habe man sie selbstverständlich über alle Einzelheiten des Vorfalls unterrichtet, über mögliche Folgen aufgeklärt. Stefanie Hamm: "Die Ärzte haben ihr, wie gesagt, bei diesem ausführlichen Gespräch die Entfernung im Rahmen einer weiteren kleinen Operation angeboten."

Weil sie, nachdem sie die Fakten gehört habe, zumindest zunächst auf einen weiteren Eingriff verzichtet habe, werde man weiter in engem Kontakt bleiben, um den Zustand der Patientin im Auge zu behalten und das Restrisiko einer Abstoßungs-Reaktion gegebenenfalls sofort zu beseitigen.

(tc)