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Goch: Nach Friederike war die GGK stürmisch

Goch : Nach Friederike war die GGK stürmisch

Volles Haus und beste Stimmung bei der ersten Prunksitzung der Gocher Rot-Weißen. Der Ordensträger Thomas Hermsen aus Kranenburg war kurzfristig erkrankt und konnte den GGK-Verdienstorden noch nicht entgegennehmen.

Hinreißende Gardetänze, gezielte Angriffe auf die Lachmuskulatur aus der Bütt und zündende Musik bestimmten das Programm der 1. Prunksitzung der 1. Großen Gocher Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß (GGK). In manchen Augenblicken war kaum ein Zentimeter mehr frei auf der Bühne im Kastell, und auch der Saal war komplett besetzt. "Der Sturm "Friederike" liegt hinter uns, jetzt lassen wir es stürmisch weiter gehen", sagte Sitzungspräsident Achim Verrieth zur Eröffnung, begrüßte viele Ehrengäste und informierte das Publikum, dass Franz van Berkum sein Amt niedergelegt hat und nun Jörg Lang erster Vorsitzender der GGK ist. "Aber wir lassen einen alten Hasen nicht so einfach gehen, wir machen ihn zum zweiten Ehrenvorsitzenden", so der Präsident und betonte, dass der Verein in 62 Jahren Vereinsgeschichte nur drei Vorsitzende hatte.

Die Verleihung des GGK-Verdienstordens an den Vorsitzenden der Krunekroane, Thomas Hermsen, musste entfallen, da der Ordensträger erkrankte. Vorerst ist die Verleihung für den 27. Januar geplant. Wie es Tradition ist, startete das Programm mit dem Showtanz der Bambinis. Die jüngsten Tänzerinnen stürmten die Bühne und die Herzen der Zuschauer. Luftballons und Seifenblasen rundeten den Auftritt der kleinen "Eisbrechergruppe" ab. Einen festen Platz im Programm hat seit drei Jahren "Ne Zeitungsjung" alias Jörg Lang. Die Politik weit weg in Berlin und ganz nah in Goch sind seine Themen. Die unklare Zukunft der Hermann van Veen Stiftung, das Gemunkel um die Bebauung des Klosterplatzes, die Müllentsorgung oder das Neubaugebiet "Neu-See-Land" sind nur einige Reiz-Themen, die er auf der Liste hatte. Fröhlich bunt und funkelnd ging es weiter mit der Minigarde. 23 Mädchen lieferten eine Super-Show mit Radschlägen in Endlosschleife. Nach jeder Tanzdarbietung wurden auch immer die Trainerinnen geehrt. "Die Jugendarbeit nicht nur bei uns, sondern in allen Gocher Karnevalsvereinen verdient hohe Achtung", sagte Verrieth.

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Lustige Wortspielereien und Doppeldeutigkeiten bestimmten den Vortrag in der Bütt von "Theki", Sven Tekath. Er machte sich viele Gedanken, unter anderem, worin wohl die "Herdanziehungskraft" auf Frauen besteht und ob es "Zahnpasta" ergebe, wenn die dritten Zähne in die Nudeln fallen. Viel gelacht wurde, als Tilly Meesters aus Neuss als "Ne Kistedüvel" vom Zusammenleben mit einem Ruheständler, der nur "wohnt", erzählte. Achim Verrieth verwandelte sich vom Sitzungspräsidenten in "Enne Rapper" und erschien mit Gettoblaster und silberner Bomberjacke. Auf Platt trug er vor als spräche er nie anders, war ganz in seinem Element mit dem Spaß am Karneval und schloss seinen viel beklatschten Vortrag mit dem Brings-Hit "Mir sin all all all nur Minsche" ab. Eine große Schar von GGK-Mitgliedern begeisterte darauf mit einer Playback-Show. "Maleficent - die dunkle Fee" war Titel eines stimmungsvollen Showtanzes der Juniorinnen. Weil Büttenrednerin Silke Esser krankheitsbedingt ausfiel, war Rob Miesen, Urgestein des Gocher Karnevals, spontan eingesprungen. Der Profi in der Bütt und geborene Erzähler faszinierte das Publikum mit einem aktuellen Vortrag. An einer Zugabe kam er nicht vorbei. Einer der vielen Höhepunkte war der grandiose Einzug des Gocher Prinzenpaars Carsten I. (Janssen) und Christine I. (Linßen) mit dem Gefolge des Karnevalsvereins der Feuerwehr. Die "Feuerfunken" ließen die (neuen) Bühnenbretter beben, das närrische Volk jubelte seinen Tollitäten zu. Die Stimmung war am Siedepunkt und blieb es bis zum Ende. Der Gocher Musikverein, der den Klever Prinz begleitet, heizte richtig ein mit einem Potpourri aus Rock und Pop des Karnevals. Partytime an der Juke Box hieß es für die Showtanzgruppe mit dem Tanz "Back to the 80´s" bevor im großen Finale alle Narren das "Gocher Heimatlied" sangen

(RP)