1. NRW
  2. Städte
  3. Goch

Musikalische Früherziehung im Kindergarten Lebensgarten in Uedem

Musikerziehung : Uedemer Vorschulkinder lernen im „Unterricht“ mit Musik

Sie lernen Rhythmus, Töne unterscheiden, Konzentration und Teamgeist. Die Musikalische Früherziehung ist einer der Klassiker im Angebot der Kreismusikschule Kleve.

Im Raum steht ein Klavier, aber zu Nachwuchspianisten sollen die Vier- bis Sechsjährigen, die sich hier einmal in der Woche treffen, nicht ausgebildet werden. Wenn sie Spaß an der Musik entwickeln, ein Gefühl für Rhythmus bekommen, ist schon viel erreicht, findet Thomas Dieckmann, der Leiter der Kreismusikschule Kleve. Er hatte dazu eingeladen, die Musikpädagogin Natalie Schwarz beim „Unterricht“ im Uedemer Kindergarten „Lebensgarten“ zu besuchen. Die Kinder nutzen die Musikalische Früherziehung als freiwilliges (und kostenpflichtiges) Angebot.

An diesem Tag sind sie ein wenig aufgeregt, nicht ganz so konzentriert, wie ihre Lehrerin es gerne hätte. Vor Zuhörern singen und tanzen ist nicht jedermanns Sache und muss in jedem Fall erst einmal geübt werden. Die Kindergartenkinder, die an diesem Nachmittag vorführen, was sie musikalisch schon drauf haben, zeigen in jedem Fall, dass sie Freude haben an den lustigen Liedern – auch, wenn manche schon etwas müde wirken, denn der Tag war lang. Seit dem Morgen haben die Jungen und Mädchen gespielt, jetzt kommt altersgemäße Musikerziehung hinzu. Überhaupt scheint Erziehung ein wesentlicher Bestandteil des Kurses zu sein, wie ja schon der Name vermuten lässt.

  • Joel Büns, Maik Baatsch, Sabine Dicks
    Abholmenü statt Adventsessen : Kreis Klever Gastronomen bieten Alternativen zum Restaurantbesuch
  • Raphaël Freiherr von Loë zeigt wie
    Freiherr von Loë lädt wieder nach Wissen : Weihnachtsbäume selbst schlagen
  • Die nächste Impfkampagne im Kreis Kleve
    Aktuelles zur Pandemie : Zahl der Omikron-Verdachtsfälle im Kreis Kleve steigt auf sieben

„Ihr seid zu laut“, beanstandet die Musikpädagogin ein wenig strenger, als sie es eigentlich möchte. Die Kleinen sind als Katze, Maus und Biene verkleidet und sollen sich aus dem Stuhlkreis erheben, um wie das jeweilige Tier zu schnurren, zu piepen oder zu summen.  Das geht noch ganz gut, wer gerade nicht maunzt oder summt singt mit Natalie Schwarz mit. Als dann aber Orff’sche Instrumente ins Spiel kommen, gerät die Ordnung etwas aus den Fugen. Gleich mehrere Kinder stürzen sich auf die Trommeln – laut geht immer. Nach weiterer Ermahnung durch die Dozentin zeigt sich ein Mädchen diplomatisch und erklärt sich bereit, auf die zweite Runde zu warten. Als Klangstäbe ausgesucht werden und zwei auf den roten bestehen, wird ebenfalls eine Lösung gefunden: „Wir greifen zugleich zu und gucken, wer schneller ist!“

Natalie Schwarz singt „Kuckuck, Kuckuck“ mit Klavierbegleitung, die Kinder klatschen dazu in die Hände, treffen den Takt schon ganz gut. Dann sollen sie Silben zählen, um zu einem Rhythmus zu finden, „bis drei könnt ihr alle schon“, sagt die Lehrerin leichtfertig. Natürlich können sie auch schon bis fünf, sechs und sieben zählen, und das beweisen sie auch . . . Zum Abschluss der Stunde ziehen die Kinder im Gänsemarsch winkend aus dem Raum.

Thomas Dieckmann erzählt, dass die Musikalische Früherziehung die zweite Stufe  der musikalischen Ausbildung darstellt. Die Jüngsten finden sich bei den „Musikzwergen“ ein, späte gibt’s die MusiKids, „Jedem Kind ein Instrument“ an den Grundschulen, das Instrumentenkarussell und natürlich Instrumentalunterricht einzeln und in Gruppen.

Für neue Kurse der Musikalischen Früherziehung, die kreisweit angeboten wird, können Eltern ihre Kinder jetzt wieder anmelden.