Museum Goch und Kulturbahnhof mit viel Programm am Wochenende

Kultur in Goch : Alte Meister und improvisierte Musik in Goch

Im Museum Goch ist die aktuelle Ausstellung zu sehen, außerdem ein frisch restauriertes Gemälde aus dem 17. Jahrhundert. Viel Musik gehört dazu - auch am Sonntag im Bahnhofsgebäude.

In Goch wird die Kultur gerne mit fröhlicher Stimmung und unverkrampfter Begegnung verknüpft. Zum Beispiel bei den jährlichen Museumsfesten. In diesem Jahr findet die beliebte Zusammenkunft parallel zu den Kreiskulturtagen statt. Da sollten Museen und andere kulturelle Einrichtungen ja ohnehin geöffnet sein, also passt es doch wunderbar, zum 18. Mai ins Museum Goch und tags darauf in den Bahnhof der Stadt einzuladen.

Museumsdirektor Stephan Mann und sein Team haben sich dazu einiges einfallen lassen, und die Kunst schaffenden Mieter des Bahnhofsgebäudes sind kreativ wie immer. Alle hoffen auf viele Gäste am Wochenende; jeder ist willkommen. Das Museumsfest wird diesmal vorrangig im Inneren des Gebäudes stattfinden. Denn so schön der Park des Hauses auch ist - „das Wetter bedeutet doch immer einen erheblichen Unsicherheitsfaktor“, sagt Mann. Und es gibt „drinnen“ ja auch wirklich viel zu sehen.

„Wir fangen am Samstag um 18 Uhr mit Musik an. Der Bildhauer und Musiker Dieter Oehm wird gemeinsam mit Bülent Ates, einem Jazzpianisten, Jazz-Improvisationen vortragen. Später am Abend gibt es Live-Musik mit der Kölner Band ,Lost Elevator’, dazu natürlich eine gute Getränkeauswahl und leckeres Essen“, erklärt der Museumsleiter. Das kulinarische Wohl ist nicht unwichtig, denn dann funktionieren gute Gespräche und entspannte Austausch bekanntlich umso besser.

Mit einer VR-Brille können die Festbesucher das Kunstwerk „La Marcha“ von René Francisco betrachten, natürlich lohnt auch die aktuelle Ausstellung „Alles Museum 2“ mit Arbeiten aus dem Bestand ein genaueres Hinsehen. Und etwas „Neues“, das im Magazin entdeckt und jetzt restauriert wurde, dürfte ebenfalls auf einiges Interesse stoßen: „Ein niederländisches Gemälde aus dem 17. Jahrhundert, entstanden im Umfeld von Rembrandt“, sagt Mann. Sehr feine Gesichter seien Ausdruck einer erheblichen künstlerischen Qualität, die allerdings an anderen Stellen weniger ausgeprägt ist - „ein typisches Atelier-Bild“, sagt der Fachmann.

Egal, wie lange die Gäste im Museum verweilt haben werden: Bis Sonntag, 16 Uhr, sind alle bestimmt ausgeschlafen genug, um ins Bahnhofsgebäude zu kommen. In der Halle oberhalb des Schalterhäuschens und im Eingangsbereich präsentiert Brigitta Heidtmann filigrane Holzobjekte, während Lenelies Dörrenbach und Gesine Lersch-van der Grinten singen. Hubert Andreas Engels spielt Schlagzeug, und der vielseitige Martin Lersch will mal sehen, wonach ihm sein wird: Er spielt Klarinette, Akkordeon, Zither und überhaupt „vielfältiges Instrumentarium“, wie er sagt.

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