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Goch: Mord an 24-jährigem Mann aus Weeze vor der Aufklärung

Goch : Mord an 24-jährigem Mann aus Weeze vor der Aufklärung

Genetische Fingerabdrücke führten zu einem 33-Jährigen Hagener. Die Leiche hatte man im Dortmund-Ems-Kanal gefunden.

Es war ein grausiger Fund, den die Retter Mitte Juli in Münster machten. Auf der Rückbank eines Wagens, den sie aus dem Dortmund-Ems-Kanal bargen, entdeckten sie die Leiche von Andy A. (24). Der aus Weeze stammende Mann war mit mehreren Messerstichen getötet worden. Zunächst waren weder Motiv noch Täter klar.

Zumindest in dieser Hinsicht sind Polizei und Staatsanwaltschaft nun offenbar einen großen Schritt voran gekommen: Sie haben einen Verdächtigen identifiziert und auch schon gefasst. Dabei handelt es sich nach Angaben der Münsteraner Polizei um den 33-jährigen Sergej B., der in Hagen lebt.

Gleich zwei genetische Fingerabdrücke, also DNS-Spuren, haben die Ermittler auf die Spur des Verdächtigen geführt. So fanden sie fremde DNS im Auto des Mordopfers — deren Auswertung und ein Vergleich mit der Analysedatei des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes brachten schließlich den entscheidenden Hinweis.

Dazu kam noch eine zweite Spur, die auf einem Sprungmesser gefunden wurde, das die Polizei in der Wohnung von Sergej B. sichergestellt hatte. Damals hatten die Beamten in einem anderen Fall ermittelt und neben dem Springmesser auch einen Elektroschocker entdeckt.

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Kriminalhauptkommissar Herbert Mengelkamp, Leiter der Mordkommission: "Die Untersuchung des Messers bestätigte jetzt, dass es sich um die Tatwaffe handelt, mit der Andy A. getötet wurde." Der Verdächtige allerdings schweigt noch zu der Tat. So ist nach wie vor unbekannt, wo Andy A. getötet wurde, was genau geschah und welches Motiv sich hinter der Bluttat verbirgt. Daher suchen Polizei und Staatsanwaltschaft Zeugen, die die beiden Männer gemeinsam oder alleine am 14. Juli gesehen haben. Bei der Suche konzentrieren sie sich auf den Raum Hagen, Münster und Lüdenscheid, wo der Weezer Andy A. zuletzt lebte. Hinweise an die Polizei Münster unter Telefon 0251 2750.

Der 33-jährige Sergej B. ist kein unbeschriebenes Blatt: Er war nach einer Reihe von Gewaltdelikten bereits Mitte Juli in Hagen festgenommen worden. Aufgrund eines psychatrischen Gutachtens befindet er sich in der geschlossenen Abteilung einer forensischen Einrichtung.

(RP)