Goch: Mittelstand ist vorsichtig optimistisch

Goch : Mittelstand ist vorsichtig optimistisch

Es geht vom Prinzip her wieder aufwärts. Das ergibt sich aus dem Lagebericht des Mittelstands, den die Volksbank an der Niers am Montag vorgelegt hat.

Die Ergebnisse der Befragung, die Vorstandsmitglied Werner Terheggen und Prokurist Josef Steegmann, Bereichsleiter Vertriebs- und Marktunterstützung, erläuterten, lassen vermuten, dass der Mittelstand zwischen Straelen und Goch für schwierige Zeiten relativ gut gerüstet ist. Doch so gut wie vor der Finanzkrise wird es wohl längere Zeit nicht werden.

1477 mittelständische Kunden hat die Volksbank an der Niers befragt und von 47 Prozent Antwort erhalten — eine gute Rücklaufquote. Mit dem Geschäftsverlauf 2009 sind 24 Prozent der Mittelständler unzufrieden. Im vorigen Jahr waren es 16,9 Prozent, 2007 lag der Wert bei 14,5 Prozent. Ein "gut" für 2009 gab es von 31,8 Prozent nach 37,3 Prozent in 2008 und 35,7 Prozent in 2007. Zum Urteil "befriedigend" kamen 44,2 Prozent, das ist der niedrigste Wert der vergangenen vier Jahre.

Am besten ist die Stimmung bei den Händlern. "Die Konsumenten scheinen die Finanzmarktkrise weitgehend ignoriert zu haben", vermutet Terheggen. Die Vertreter von Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft zeichnen dagegen ein düsteres Bild. "Die Preise sind unter Druck", sagt Steegmann und spielt zum Beispiel auf die Lage der Milchbauern an. Für Topfblumen-Produzenten sei die Lage zufriedenstellend, weniger gut jedoch bei Schnittblumen und fast katastrophal bei Freilandgemüse.

Die Kapazitäten sind oft nicht ausgereizt. Mit 42,2 Prozent erreichte der Anteil von Unternehmen, die keine 80 Prozent Auslastung notieren, wieder den Mittelwert der Jahre 2006 und 2007. Im vorigen Jahr war dieser Wert auf 37,5 Prozent gesunken. 47 Prozent der Mittelständler wollen ihre Investitionen gegenüber 2008 stabil halten, 75 Prozent ändern nichts an ihrem Personalbestand. Und für 2010 macht sich laut Volksbank vorsichtiger Optimismus breit.

(kla/RP)
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