Goch: Mit dem Motorrad zu Maria

Goch : Mit dem Motorrad zu Maria

Buchstäblich auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen für die Motorrad-Wallfahrt in Kevelaer am 16. und 17. Juli. Im vergangenen Jahr waren rund 1800 Biker dabei. Die Organisatoren suchen noch Helfer.

Kevelaer Es brummt in Kevelaer an jedem dritten Wochenende im Juli. Bei Markus Appel und seinen Mitstreitern brummt es im übertragenen Sinne bereits seit Monaten. Der Verein Motorradfahrer-Wallfahrt Kevelaer organisiert das Großereignis, das 2010 rund 1800 Biker anzog – gemessen an den Teilnehmern der samstäglichen Lichterfahrt. Die Besucher von nah und fern kampieren vor den Toren von Kevelaer, in der "Zeltstadt", auf einem Gelände zwischen Walbecker Straße und Am Grüntal.

Zwei Änderungern gibt es in diesem Jahr. Zum einen hat Kevelaer mit Rolf Lohmann einen neuen Wallfahrtsrektor. Zwar organisiert das Priesterhaus die Motorrad-Wallfahrt nicht, doch stimmt man sich eng ab. "Wir waren vom Verein bei der Amtseinführung von Pastor Lohmann dabei", sagt Appel, der seit sieben Jahren Vorsitzender des Vereins ist. Der Pfarrer von St. Marien ist automatisch Vorstandsmitglied des Vereins.

Neu ist auch ein neues Sicherheitskonzept. "Das sind die Folgen des Love-Parade-Unglücks in Duisburg", sagt Markus Appel. Vorgeschrieben ist nun beispielsweise, dass mehrere Personen mit Feuerlöschern auf dem Kapellenplatz verteilt sind.

Appel selbst fährt eine Kawasaki ZZR 600. Der Vorsitzende räumt jedoch ein Missverständnis über die Motorradfahrer-Wallfahrt aus. "Wer bei uns mitmachen oder einfach nur helfen will, muss nicht unbedingt ein Zweirad haben." Und helfende Hände kann der rund 60-köpfige Verein immer gut gebrauchen, beispielsweise beim Herrichten des Zeltplatzes oder als Ordner auf dem Kapellenplatz. Für die Verpflegung der Gäste sorgt seit Jahren ein fachlich versiertes Vereinsmitglied.

Begrüßungsfahrt

Die Wallfahrt der Biker findet zum 27. Mal statt, der Ablauf ist seit Jahren unverändert. Offizieller Beginn ist am Samstag, 16. Juli, ab 13 Uhr mit einer Begrüßungsfahrt zum Kapellenplatz. Um 20 Uhr ist die Lichterfahrt, anschließend wird auf dem Zeltplatz mit der Cover-Band "Sex in the fridge" gefeiert. Am Sonntag, 17. Juli, ist ab 11 Uhr ein Wortgottesdienst in der Zeltstadt. Um 13 Uhr ist dann die Abschiedsfahrt zum Kapellenplatz, wo die Teilnehmer und ihre Maschinen den Segen erhalten.

Die meisten Teilnehmer an der Wallfahrt kommen laut Markus Appel aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden, obwohl auch schon Gäste aus Australien im Konvoi dabei waren. Für manche Teilnehmer hat die Wallfahrt so große Bedeutung, dass sie im Kreise ihrer Biker- Gefährten den Bund fürs Leben schließen. "Wir werden diesmal eine Hochzeit haben", verrät Markus Appel. "Vielleicht sogar zwei."

(RP)