1. NRW
  2. Städte
  3. Goch

Mehr Schüler für die Astrid-Lindgren-Schule in Goch

Goch : Förderschule in Goch bekommt erstmal Container

Weil die Anmeldezahlen deutlich steigen, reichen die Klassenzimmer der Astrid-Lindgren-Schule nicht mehr aus.

Im Kreis Kleve gibt es einen regelrechten „Run“ auf die Förderschulen, hieß es in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses. Immer mehr Eltern sind offenbar nicht zufrieden mit den Möglichkeiten der Inklusion an Regelschulen und glauben, dass eine spezialisierte Schule für die Bedürfnisse ihres förderbedürftigen Kindes die bessere Alternative ist. Deshalb nehmen die Anmeldungen zu den Förderschulen des Kreises zu. Gerade erst wurde beschlossen, dass die Klever Ringschule künftig wieder unabhängig vom Emmericher Förderzentrum existieren darf, jetzt war der Standort Goch Thema. Weil dort nach den Sommerferien 40 Mädchen und Jungen mehr als bisher unterrichtet werden sollen, müssen weitere Klassenräume her. Die sind im bestehenden Baukörper nicht unterzubringen. Schnelle Lösung: Klassenraumcontainer.

„Um der Entwicklung der Schülerzahlen nicht vorweg zu greifen, sollen zunächst für einen mehrjährigen Übergangszeitraum Container für drei Klassen angeschafft werden“, informierte die Verwaltung. Die Mehrausgaben in Höhe von 320.000 Euro sollen über die Kreisumlage gedeckt werden.

  • 12.02.2021, Bremen: Ein Radfahrer zieht sich
    Kleves Verkehr der Zukunft : Klever sollen künftig mehr Rad fahren
  • Autofahrer, die die App nutzen, müssen
    Verkehr in Kleve : Parken in Kleve bald mit einer App bezahlen
  • Schüler der Joseph-Beuys-Gesamtschule stellen Werke im
    Schülerkunst zu Beuys : Zuckerwatte für den Herrn Beuys

Aus der Politik gab es Andeutungen, Container seien ja nicht schön, aber wenn es derzeit keine andere Möglichkeit gebe, müsse man den Vorschlag wohl akzeptieren. Landrat Wolfgang Spreen betonte, dass man keine Schüler abweisen wolle. „Gerade im Bereich der Inklusion und Förderschulen hat sich der Trend zweimal gedreht: Erst war der gemeinsame Unterricht sehr gefragt, jetzt sind es wieder die Förderschulen.“ Der Kreis müsse reagieren und die von den Eltern nachgefragten Schulen ausbauen.

Angesichts des aktuell heißen Sommerwetters fragte Birgitt Höhn (Grüne), ob die Container denn zu beschatten seien, sonst werde es darin ja viel zu heiß. Als Antwort bekam sie, die Verwaltung werde versuchen, die mobilen Einheiten, die vor das Schulgebäude gestellt werden,  so auszurichten, dass die Sonne nicht  hinein scheine. Im Hinblick auf teure Jalousien oder ähnliches stellte Wilfried Suerick allerdings klar: „Wir kaufen die Container aus Kostengründen von der Stange.“