Martin Lersch über Bauhaus im Museum Goch

Bauhausausstellung in Goch : Martin Lersch über Bauhaus und Haus-Bau

Drittklässler der St.-Georg-Schule finden Parallelen zum Lego-Spielen. Ausstellung im Museum bis Sonntag, 24. März.

(nik) Alle Welt spricht derzeit über die Kunstrichtung Bauhaus. Ob in der Malerei, der Architektur oder im Bereich Design – das Bauhaus war in der Kunstgeschichte wegweisend und begeht in diesem Jahr sein Jubiläum zum 100. Der Gocher Künstler Martin Lersch hat dazu eine kurze Ausstellung im städtischen Museum: Noch bis Sonntag, 24. März, zeigt er (nicht ganz) 99 Paraphrasen, Ausschnitte aus Werken von Bauhaus-Künstlern. Weil die Decke im Ausstellungsraum nicht hoch genug ist, können nicht ganz so viele Tafeln übereinander hängen wie gedacht. Wichtiger als die Zahl ist, dass mit den Bildern im Doppelquadrat-Format Buchstaben zu gestalten sind. Vor allem ein B, ein A, ein U und noch vier weitere.

Eine dritte Klasse der Grundschule St. Georg hilft Lersch am Freitag (22. März), die einzelnen Bilder (neu) aufzuhängen. In welcher inhaltlicher Anordnung sie das tun, bleibt ihnen überlassen, so viel Individualität lässt auch die formal eher strenge Kunstrichtung zu. „Die Kinder werden merken, dass die Aufgabe ein wenig wie Lego bauen ist“, erzählt der Gocher im Gespräch. Mit einiger Wahrscheinlichkeit werden sich die Jungen und Mädchen aber auch die Motive genauc betrachten. Menschen auf einer Treppe (nach Oskar Schlemmer), eine noch immer modern aussehende Tischlampe (von Wagenfeld), Gebrauchskeramik von Marks, Ausschnitte grafischer Klee-Bilder, die sie vielleicht sogar schon selbst im Kunstunterricht nachempfunden haben.

Wem das große Format zu fremd ist, der kann auch mit kleinen Kärtchen üben, die Lersch in einer Dose mitbringt. Oder mal in einem Buch blättern, in dem Skizzen und Vorlagen gesammelt sind. Ganz bestimmt wird sich Martin Lersch bemühen, auf jede Frage eine Antwort zu finden, und wenn’s schwierig wird, hat er ja noch das Museums-Team an seiner Seite. Museumsdirektor Stefan Mann oder Jasmin Schöne, die unter anderem für die Museumspädagogik zuständig ist, werden sicher gerne unterstützen.

Die „99 Bilder“ werden im Anschluss nach Korschenbroich gehen und im Herbst nach Löhne in Ostwestfalen. Dann ist ja immer noch Bauhaus-Jubiläum.