Geschenktipp in letzter Minute Das Gocher Steintor als Bastelbogen

Goch · Viele Gocher hängen emotional an „ihrem“ Steintor. Nun gibt es die Neuauflage eines Bastelbogens, mit dem Bürger das Steintor auch nach Hause holen können. Was dahinter steckt.

 So sieht das fertig gebastelte Steintor schlussendlich aus.

So sieht das fertig gebastelte Steintor schlussendlich aus.

Foto: Paufler

Er ist unmittelbarer Nachbar des Gocher Fünf-Ringe-Hauses, das in diesen Wochen nach Sanierung und Neugestaltung fertig wird. Viele Bürger freuen sich darauf, das Denkmal bald auch von innen kennezulernen. Mario Paufler, der gemeinsam mit seinem Kollegen Sevdail Vrella ein Immobilienbüro in der Steinstraße betreibt, hatte kürzlich die Idee, dem Heimatverein, der in die obere Etage des Hauses zu den Fünf Ringen einziehen wird, etwas Gutes zu tun. Dessen Vorstandsmitglied Heinz-Karl Meusken erfand vor Jahrzehnten einen Bastelbogen, der das Steintor darstellt. Diese Pappvorlage hat Paufler neu aufgelegt und bietet sie den Gochern nun gegen Spende für den Heimatverein an.

„Meine Grundschulzeit in den 80er Jahren führte mich bei einem Wandertag mal in das damalige Gocher Museum im Steintor. Es war sehr aufregend, die vielen liebevoll gestalteten Modelle der alten Stadt Goch zu betrachten. Am Ende dieses Ausflugs wurde uns damals ein Pappbogen gezeigt, den man käuflich erwerben konnte“, erinnert sich Paufler. Für eine Mark habe er sich den Bogen gekauft und zu Hause gleich mit dem Basteln begonnen. „Die Kombination aus Geschichte und Architektur faszinierte mich. Knappe 40 Jahre später besuchte ich mit meinen eigenen drei Grundschulkindern das Rembrandhuis in Amsterdam. Auch dort bildeten sich Schlangen vor dem Schalter, an dem man Pappbastelbögen kaufen konnte.“ Zurück in Goch machte sich der Geschäftsmann daran, herauszufinden, ob noch eine Pappvorlage des Steintors in der Stadt existierte. Der Leiter des Museums Goch konnte helfen: „Im Archiv konnte Dr. Mann noch einen Original-Druck aus dem Jahre 1983 finden. Auch die Frage nach dem Urheberrecht war schnell geklärt. Es waren die Herren Feldkamp und Meusken, die damals dieses wunderbare Werk geschaffen hatten.“

Heinz-Karl Meusken fand die Idee des Nachdrucks klasse, DruckDat setzte das Vorhaben um. Nun sind die Pappbögen bei Paufler/Vrella gegen Spende abzuholen, „gerne auch in Klassenstärke“, sagt Mario Paufler. Sein Wunsch sei, dass alle Gocher Kinder eine ähnliche Bindung zu ihrer Heimatstadt bekommen wie er selbst.

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