Uedem: Labor kommt zum Brunnenwasser

Uedem : Labor kommt zum Brunnenwasser

Das Labormobil des VSR kommt am Dienstag, 17. August, nach Uedem. Die Gewässerschützer des "Vereins zum Schutz des Rheins und seiner Nebenflüsse" sind im Einsatz, um Belastungen des Grundwassers aufzudecken. So können die Spezialisten des VSR mit verschiedenen Analyseverfahren an Ort und Stelle den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt von Wasserproben feststellen.

Gegen eine Kostenbeteiligung in Höhe von zwölf Euro können Brunnenbesitzer diese Grunduntersuchung zwischen 9 und 11 Uhr auf dem Uedemer Marktplatz durchführen lassen. Das Ergebnis wird schnell ermittelt und steht noch am selben Tag fest.

Eine Voranmeldung ist nicht nötig, nur die Wasserprobe darf nicht vergessen werden. Mineralwasserflaschen sind zum Transport bestens geeignet, sollten allerdings frühestens vier Stunden vor der Untersuchung gefüllt und vorher mehrfach mit dem Brunnenwasser ausgespült werden.

Bei Bedarf kann die Grunduntersuchung auch ergänzt werden: Gegen Übernahme der Kosten werden coliforme Keime, halogenhaltige Pestizide und der Eisengehalt des Wassers bestimmt. Die Ermittlung dieser Werte dauert allerdings zwei bis drei Wochen.

Mit den Daten alleine kann der Laie normalerweise wenig anfangen, deswegen berät das Team vom VSR-Gewässerschutz die Brunnenbesitzer anschließend anhand der ermittelten Werte, ob das Wasser zum Gießen von Pflanzen, zum Befüllen des Planschbeckens, zum Waschen oder sogar zum Trinken geeignet ist. Ist ein Wert auffällig hoch, versuchen die Fachleute zusammen mit dem Brunnenbesitzer, die dafür verantwortlichen Belastungsquellen zu lokalisieren.

Genaueres Bild

Von der Untersuchung des Brunnenwassers profitieren alle: Der Besitzer, weil er wichtige Informationen über die Qualität seines Wassers erhält, Belastungsquellen aufspüren und eventuell sogar beseitigen kann. Und auch der VSR-Gewässerschutz – denn je mehr Brunnenbesitzer ihr Wasser untersuchen lassen, desto genauer ist das Bild, das sich die Spezialisten vom Zustand des oberflächennahen Grundwassers in der Region machen können. Kritische Gefährdungen werden so schneller erkannt.

(RP)
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