Goch: KulTourtage: Klassische Arien im Bahnhof Goch

Goch : KulTourtage: Klassische Arien im Bahnhof Goch

Das Museum Goch und das Künstler-Atelier im Bahnhof beteiligen sich an den kostenlosen Veranstaltungen.

Kultur ist immer und überall wo Menschen sind, aber manchmal tritt sie doch sehr konzentriert in Erscheinung - zum Beispiel an den Kreis Klever KulTourtagen. Mehr als 30 Kultureinrichtungen beteiligen sich auch diesmal daran und öffnen am kommenden Samstag und Sonntag, 12. und 13 Mai, bei freiem Eintritt ihre Pforten.

In Goch sind das Museum und ein nicht ganz so im Rampenlicht stehender Kultur-Ort dabei: das Atelier von Gesine Lersch-van der Grinten und Martin Lersch im Gocher Bahnhof. Der Zeichner und RP-Karikaturist hat die Einladungskarte entworfen, im Mittelpunkt steht aber diesmal seine Frau, die Sängerin. Im "Bahn-Off" gibt es am Sonntag ab 16 Uhr neun deutsche Arien von Georg Friedrich Händel. "Irdisches Vergnügen" ist der Nachmittag überschrieben, und genau dies wollen die Sopranistin und ihre Mitstreiter vermitteln.

Das Bahnhofsgebäude gehört der Stadt Goch, weshalb es kein Problem ist, die Bahnhofshalle ab und zu umzufunktionieren - zum Beispiel in einen Konzertsaal. "Es ist schon eine wunderbare Tradition geworden, dass Martin Lersch und Gesine Lersch-van der Grinten sich an den KulTourtagen beteiligen, und ich freue mich, dass sie das auch in diesem Jahr wieder tun", sagt Stephan Mann, der Leiter der Kultourbühne.

Dass das Konzert wie (fast) alles bei dieser Kreis-Veranstaltung für die Gäste kostenlos ist, findet Mann ganz wichtig. "Wir müssen die Kultur zu den Menschen bringen und sie unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Bildungsgrad und ihrer Finanzkraft mit den verschiedenen Spielarten der Kultur zusammenbringen", verlangt er.

Das Museum Goch zeigt am kommenden Woche seine Sammlung und die aktuelle Ausstellung, ohne dass Eintritt zu entrichten ist. Wer mag, kann sogar an der langen Museumsnacht (Samstag bis 24 Uhr) teilnehmen. "Wir bieten am Samstag um 16 Uhr eine Führung durch die aktuelle Ausstellung ,The long now' an. Für unsere abendlichen Besucher gibt es ab 22 Uhr Prosecco zur Begrüßung", wirbt Mann. Derart vorbereitet empfiehlt sich dann der Konzertbesuch am Sonntag, der sich keinesfalls nur an geübtes Klassik-Publikum wendet. "Wir haben ein fröhliches Programm ausgearbeitet, das hoffentlich ähnlich gut ankommt wie unsere Angebote der vergangenen Jahre", sagt Gesine Lersch-van der Grinten.

Am Flügel begleitet sie Johannes Hombergen, Monika Lensing spielt Violine. Jeder ist eingeladen, sich auf die besondere Stimmung im Bahnhof einzulassen. "Ein Bahnhof ist ein belebter Ort, ein Ort für Reisende, dabei ein niedrigschwelliger Ort auch für die Kunst", so Mann.

(RP)
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