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Kommentar zum Stadtfest-Termin am 19. September in Goch

Stadtfest am 19. September in Goch : Unglücklicher Termin

Das Positive vorweg: Die Stadtverwaltung hat sich wahrlich Mühe gegeben, das Geld vom Bund, das keiner auf dem Zettel hatte, gerecht zu verteilen. Sicherlich kann man darüber diskutieren, ob ein Konzert mit einem Superstar wirklich noch vonnöten gewesen wäre, aber warum nicht.

Nicht die Stadt, sondern die Stadtwerke sind in diesem Fall der Veranstalter. Und ein Konzert kann durchaus auch als Jugendarbeit verstanden werden. Auf jeden Fall ist es eine große Veranstaltung von Gochern für Gocher – und so viele gibt es davon auch nicht.

Was aber wirklich unglücklich gelaufen ist, ist die Termin-Auswahl. Falls es in Goch zu einer Stichwahl kommt, liegt das Stadtfest genau dazwischen. Darüber regt sich die Politik zurecht auf. Bisher gibt es in Goch zwar nur zwei Kandidaten für die Bürgermeisterwahl – eine Stichwahl ist also nicht zu erwarten – aber bis September ist es noch lange hin. Ein weiterer Kandidat ist unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen. Und dann ist da eben auch noch die Sache mit dem Stadtpark-Verein. Dessen Vorsitzender Thomas Claassen hat vor Monaten seine Veranstaltung angemeldet. Vor zehn Tagen hat er erfahren, dass er sein Event verschieben muss. So geht man mit Ehrenamtlichen nicht um. Die Begründung von Mann, man müsse auch aufs Wetter achten, war mehr als unglücklich.

Julia Lörcks

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