Goch: Kleves erster Student

Goch : Kleves erster Student

Er heißt Pascal Thölke, ist 24 Jahre alt und kommt aus Rees-Haldern. Ehe sein Studium am 21. September an der Hochschule Rhein-Waal beginnt, möchte der junge Mann mit der Studentennummer 001 in Kleve wohnen.

Ob ihm die Studentennummer 007 besser gefallen hätte, das weiß man nicht. Fest steht: Pascal Thölke (24) aus Haldern ist stolz darauf, Kleves erster Student zu sein.

Dass die neu gegründete Hochschule Rhein-Waal (HRW) derzeit weder auf einen Ruf, noch auf Referenzen verweisen kann, das stört ihn nicht. Im Gegenteil: "Es ist mir eine Ehre, zu den ersten Studenten zu gehören. Das Risiko gehe ich gerne ein", sagt Thölke. Zufrieden blickt der junge Mann mit den kurzen, braunen Haaren auf seine Urkunde. Dort steht es schwarz auf weiß: "Sie sind der 1. von 150 ersten Studenten der HRW."

Vor allem Papierkram

Es war vor allem Papierkram, womit sich Pascal Thölke gestern Morgen, am Tag der Einschreibung beschäftigte. Zeugnisse, Krankenkassenbescheinigung, Passbilder — all das hatte der Halderner in Jeans und blau-gestreiftem Hemd mitzubringen. Ebenfalls die Semestergebühren in Höhe von 212 Euro musste er entrichten.

Die 500-Euro-Studiengebühren möchte er hingegen mit Hilfe eines Studienbeitragsdarlehens der NRW-Bank finanzieren. Die entsprechenden Unterlagen bekam er von Michaela Schmitz, an der HRW Dezernentin für Studentische Angelegenheiten, ausgehändigt.

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"Da ist Pascal nicht der Einzige. Ich habe schon bei mehreren Studierenden die Anträge gesehen", so Schmitz. Sie und ihre Kollegin Susanne Pesch sind in Kleve die ersten Ansprechpartnerinnen für die Studenten. Der persönliche Kontakt ist ihnen wichtig.

Thölke ist Jahrgang 1984, ging in Rees zur Realschule und hat im Anschluss sein Fachabitur am Berufskolleg in Wesel absolviert. "Eigentlich wollte ich direkt nach dem Abitur studieren, doch dann kam die Bundeswehr dazwischen", so Thölke. Die Bewerbungen für die Hochschulen in Bocholt und im Ruhrgebiet ließ er liegen, im Gegenzug entschied er sich für eine Ausbildung zum Fachinformatiker. Diese endete im Januar dieses Jahres — sein Wunsch zu Studieren blieb jedoch bestehen.

"In der Zeitung habe ich dann von der neu gegründeten Hochschule Rhein-Waal gelesen. Das Studienangebot von International Business and Social Science sagte mir auf Anhieb zu. Also habe ich eine Infoveranstaltung besucht", berichtet Thölke, der im späteren Berufsleben einmal einen Job mit Verantwortung haben möchte. Manager in einem international tätigem Betrieb — das könnte sich der Basketballspieler aus Leidenschaft gut vorstellen.

Jetzt geht's los

Doch jetzt steht erst einmal das Studium im Vordergrund. Sieben Semester in englischer Sprache muss er bis zum so genannten Abschluss "Bachelor of Arts" (B.A.) absolvieren.

"Schon aufregend ein Student zu sein. Jetzt geht es los", sagt Thölke. Der 24-Jährige blickt auf die Uhr. Seit etwa zehn Minuten ist er Studierender der Hochschule Rhein-Waal. Und damit er sich auf das Studium konzentrieren kann und ebenfalls etwas vom Studentenleben mitbekommt, sucht er in Kleve eine Wohnung — zwei Zimmer wären ideal.

(RP)
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