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Goch: Kinder erklären Langenberg

Goch : Kinder erklären Langenberg

Kinder als Beobachter und Akteure in der "richtigen" Arbeitswelt. Bedenken, das könnte zu anstrengend, zu kompliziert werden, wurden von Anfang an zerstreut.

Jasmin Schöne und Natalie Guntlisbergen erlebten und erleben Tag für Tag, dass ihre "Ferienkinder" selbst komplizierte Zusammenhänge und Arbeitsabläufe mit Leichtigkeit begreifen und behalten. Für Letzteres war die Ausstattung wichtig, die vom Start weg jedes teilnehmende Kind bekam: eine Leih-Kamera.

So erzählte gestern beispielsweise Linus Arlt anhand der bei Gerigk selbst gemachten Fotos ganz präzise, wie die Brillengläser, anfangs noch ganz groß und rund, denn nun genau ins Gestell kommen. Erzählte, wie früher Brillen gemacht wurden, was man da so trug. Mit großer Begeisterung fertigen die Kinder Dokumentationsmappen. "Und sie erfahren auch, dass Kunst Alltag ist — und dass Alltag Kunst sein kann", so Jasmin Schöne.

Und dann — am Schluss — für den Besuch von der Zeitung die größte Überraschung: Paula Guntlisbergen, Gesa Küppers und Lotte Elbers machen "mal eben" eine Museumsführung. Erklären, warum Gochs berühmtester Bildhauer Ferdinand Langenberg die Standuhr im Eingangsbereich so und nicht anders gestaltet hat. Weisen bei einer Langenberg-Gruppe auf winzige Details hin. Erklären, was die meisten Erwachsenen nicht wissen. Man spürt: Sie haben nicht nur abgespeichert, sie haben verstanden.

(RP/rl)