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Goch: Kardinal Woelki bei der Malteserwallfahrt

Goch : Kardinal Woelki bei der Malteserwallfahrt

Rainer Maria Woelki hielt die Predigt in der Basilika. Viele junge Helfer unterstützen die Pilger.

Dass Wallfahrten auch bei Jugendlichen noch im Trend sind, zeigt das Beispiel der 14-jährigen Elisabeth aus Köln, die am Samstag als Helferin die Malteserwallfahrt nach Kevelaer begleitete. Die Malteserwallfahrt des Erzbistums Köln ist nach der Motorrad- und Tamilenwallfahrt die drittgrößte Pilger-Veranstaltung in der Marienstadt. Dabei ermöglichen die Malteser es Menschen, die alt und krank sind, zum Gnadenbild der Maria zu fahren. Eigenständig wären sie dazu größtenteils nicht mehr in der Lage.

So stellten auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Teilnehmer die Organisatoren vor eine logistische Herausforderung: Für mehr als 1000 Menschen mussten die An- und Abreise sowie ein Mittagessen und eine gute Versorgung vor Ort sichergestellt werden. Doch die Malteser sind darin inzwischen Profis, denn sie kamen bereits das 34. Mal nach Kevelaer.

Seit 29 Jahren dabei ist Reinhard Faßbender, der mit 85 Pilgern aus Hennef angereist ist: "Ich finde den Maltesergedanken toll, alten Menschen zu helfen, die selbst nicht kommen können. Mein Vater ist 90 Jahre alt und meine Schwiegermutter dement. Da weiß ich, wie viel älteren Menschen eine solche Wallfahrt bedeutet. Mittlerweile brauchen wir auch gar keine Werbung mehr zu machen. Das läuft über Mund-zu-Mund-Propaganda. Die Leute sind dankbar, ihrem Alltagstrott zu entkommen."

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Auch über den Nachwuchs müssen sich die Malteser keine Gedanken machen, denn das Bild der rund 400 Helfer war durch Jugendliche geprägt. Begleitet wurden die Pilger der Malteserwallfahrt vom Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki, der auch die Messe in der Basilika hielt: "Ich freue mich, dass ich heute wallfahren durfte. Es ist schön, dass die Basilika übervoll ist." Er begrüßte zudem die Leute, die vorm Fernseher die Messe verfolgten. So hatten auch die Menschen, für die die Wallfahrt zu anstrengend ist, die Möglichkeit, mit dabei zu sein. "Wir lieben es, nach Kevelaer zu kommen. Denn hier können wir bei der Trösterin der Betrübten Trost erfahren", erklärte Kardinal Woelki in seiner Predigt und betonte: "Wir wollen den Wallfahrtstag nutzen, um Bereitschaft dafür zu zeigen, dass Gottes Sohn in uns lebe." Damit unterstützte er den Helfergedanken der Malteser.

Nach der Messe in der Basilika ging es für die Pilger ins Forum Pax Christi, wo die fleißigen Helfer der Malteser-Küchen aus Meckenheim, Neuss und Düsseldorf ein Mittagessen vorbereitet hatten. Rindergulasch mit Rahmwirsing und Petersilienkartoffeln standen auf der Speisekarte. Für die Rückfahrt erhielten die Pilger Lunchpakete.

(RP)