Irische Landfahrer verlassen Kevelaer bald wieder

Landfahrer : Irische Landfahrer wollen heute schon wieder abreisen

Bislang ist ihr Besuch ohne Folgen für Polizei und Ordnungsamt verlaufen. Ab Donnerstag müssen die Irish Travellers schon wieder abreisen.

Nachdem der Besuch im vergangenen Jahr mit einem Biss in die Wade endete, geht es diesmal mit Gummistiefeln geschützt zu den Irischen Landfahrern. Die sind wieder zum Fest Mariä Himmelfahrt nach Kevelaer gekommen, wieder haben sie viele aggressive Vierbeiner dabei. Und über die Kamerateams der Privatsender, die zwischen den Wohnwagen an der Delbrückstraße nach Bildmaterial suchen, freut sich hier keiner. „No Video, Camera out“, heißt es immer wieder laut und deutlich.

Hierhin hat die Stadt die Traveller geschickt, die sich am Dienstag zunächst am Europaplatz getroffen hatten. Erst waren es sieben Gespanne, inzwischen sind knapp 30 Autos mit Wohnanhängern an der Straße versammelt. Bis Donnerstag 12 Uhr sollen die Traveller das Gelände wieder verlassen haben, sonst drohen 500 Euro pro Tag.

Die Lage an der Delbrückstraße ist völlig entspannt. So sieht es auch Ludger Holla vom Ordnungsamt. „Die Iren sind sehr kooperativ, es gab mit ihnen bislang keinerlei Probleme. Wenn sie sich so verhalten, sind sie uns noch herzlicher willkommen“, sagt er.

Grundsätzlich sei es gestattet, auf öffentlichen Wegen und Plätzen bis zu 24 Stunden zu campieren. Dieses Recht stehe selbstverständlich auch den irischen Landfahrern zu. Falls die Wohnwagengespanne über einen längeren Zeitraum in Kevelaer bleiben wollen, würden gegebenenfalls ordnungsbehördliche Maßnahmen eingeleitet. Man stehe in ständigem Austausch mit der Polizei.

„Bisher gibt es keinerlei Vorkommnisse oder negative Begleiterscheinungen wie im vergangenen Jahr. Es gibt bis jetzt weder Beschwerden noch gar Einsätze der Polizei“, teilt Holla mit. Auch würden sich die Iren bislang deutlich zurückhaltender als im vergangenen Jahr verhalten. Damals waren sie teilweise mit dicken Autos und quietschenden Reifen durch die Innenstadt gefahren. Insgesamt seien sie diesmal im Stadtbild völlig unauffällig.

Auch bei der Kirchengemeinde St. Marien ist noch nichts bekannt. Im vergangenen Jahr hatten die Iren eine Reihe von Hochzeiten angemeldet, zwei davon dann aber platzen lassen.

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