1. NRW
  2. Städte
  3. Goch

In dritter Generation läuft der Friseursalon Hendrix in Goch

Goch : Salon Hendrix feiert 70. Geburtstag

Seit 1949 ist die Friseurfamilie Schmidt/Hendrix an der Kalkarer Straße in Goch beheimatet. Aus dem anfänglichen Waschen-Schneiden-Legen-Alltag erwuchs ein ganzheitlicher Dienstleister im Wohlfühlambiente.

Handwerk ist Lebenswerk. Das spürt jeder, der sich mit Saskia und Dagmar Hendrix unterhält, sofort. Mehr Leidenschaft kann man für einen Beruf wohl kaum in sich tragen. Diese Liebe lebt Familie Schmidt/ Hendrix nun seit 70 Jahren – und feiert  Jubiläum. Mit Friseurmeisterin Saskia Hendrix hält die  dritte Generation die Chefschere in den Händen – aus dem anfänglichen Waschen-Schneiden-Legen-Geschäft wurde ein hochwertiger Salon, welcher die Philosophie „Friseur – Kosmetik – Schönheit“ als ganzheitlicher Dienstleister im erstklassigen Wohlfühlambiente lebt.

Als sich ihre Großmutter, Else Schmidt, nach ihrer Lehrzeit 1949 an der Kalkarer Straße in Goch selbständig machte, waren die Spuren des Krieges den Häusern noch deutlich anzusehen. Gelebt haben Else und Wilhelm Schmidt in einer Gartenbaracke. Unermüdlicher Fleiß, Disziplin und die Leidenschaft für das Handwerk legten den Grundstein für alles, was folgte.

1959 erbauten sie an gleicher Stelle ein neues Haus. Das Angebot glich dem eines heutigen Drogeriemarktes – Zahnpasta und mehr kaufte man beim Friseur. „Damals brachten die Kundinnen noch  Handtücher und während der Umbauphase sogar Briketts für die Warmwasseraufbereitung mit“, erinnert sich Dagmar Hendrix, die den Salon in den 70er-Jahren von ihrer Mutter Else Schmidt übernahm. Während heute das Relaxen der Kunden großgeschrieben wird, ging es damals darum, möglichst viele Menschen gleichzeitig zu bedienen – „etliche kamen einmal wöchentlich, weil Haarpflege Zuhause kaum möglich war“, weiß Dagmar Hendrix, die im Alter von 13 Jahren bereits ihr erstes Diplom in der Tasche hatte. Sie trat als junge Frau in die großen Fußstapfen ihrer Mutter und investierte die gleiche Leidenschaft und Innovation. Zahlreiche Stunden harte Arbeit und die  Liebe zu ihrem Beruf machten auch in schwierigen Zeiten das Durchhalten möglich – kein Wunder, schließlich war sie bereits inmitten von Lockenwicklern in der Gartenbaracke auf die Welt gekommen.

  • Friseur Hans-Peter Dillenberg verabschiedet sich Ende
    Mettmanner Urgestein : Friseur Dillenberg legt die Schere weg
  • Ein Müllwagen der städtischen Umweltbetriebe in
    Varianten der Abfallentsorgung : Wer in Kleve und Goch den Müll abholt
  • Friseurscheren für die Profis fertigt die
    Solinger Unternehmen : Jaguar/Tondeo haben neue Eigentümer

Was die beiden Friseurmeisterinnen nachdenklich stimmt, ist der enorme Imageverlust ihrer Branche. „Echtes, hochwertiges Friseurhandwerk hat das nicht verdient“, sagt Saskia Hendrix. Das enorme Wissen aus den Bereichen Gesundheit, Pflege, Chemie und vielem mehr mache sie und ihr achtköpfiges Team zu Spezialisten rund um Kopf-, Haut- und Haaranalysen, Kosmetik, Visagistik sowie Farb- und Pflegeberatung. Seit 2009 führte sie zwei Salons in Goch – einen  am Steintor. Um den gewachsenen Ansprüchen gerecht zu werden, sich zu vergrößern und neben dem Frisieren auch einen  Kosmetik- und Wellnessbereich anzubieten, wurde  ein Umbau an der Kalkarer Straße notwendig. Die Entscheidung  für ihre langjährige Dachmarke „La Biosthetique Paris“ (seit 1991) sei die beste  gewesen, sind sich die Friseurmeisterinnen sicher – Produktqualität und Wissensschatz der Friseure seien enorm.

Nicht zuletzt deshalb liegen Saskia Hendrix vor allem auch ständige Fort- und Weiterbildungen sowie die Ausbildung junger Menschen am Herzen. „Wer bei uns eine Ausbildung macht, bekommt kein 0815-Angebot“, sagt sie, „bei uns sind Auszubildende nicht bloß zum Haare fegen und Kaffeekochen im Einsatz, hier dürfen alle gleich mit den ersten Aufgaben beginnen.“ Einen Namen gemacht hat sich das Team um die engagierte Friseurmeisterin vor allem auch bei den Karnevalsprinzessinnen der Region – mit besonderen Hochsteckfrisuren.

Saskia Hendrix selbst absolvierte, ebenso wie ihre Mutter, ihre Gesellenprüfung als Innungsbeste mit Auszeichnung und Begabtenförderung – „das möchten wir unseren Auszubildenden mit auf den Weg geben“, so die Friseurmeisterin aus Goch. Beide sind ihren aktuellen und früheren Mitarbeiterinnen sowie insbesondere auch ihren Ehemännern sehr dankbar für die große Unterstützung. Das Jubiläum wird im kleinen Kreis gefeiert – für die Kundinnen und Kunden gibt es zwei Monate lang besondere Überraschungen im Salon.

Infos: www.salon-hendrix.de