Goch-Hommersum: Hommersum bekommt ein Backhaus

Goch-Hommersum: Hommersum bekommt ein Backhaus

Dank einer Zuwendung des Kreises kann der Heimatverein des Ortes eine Hütte bauen, die der Dorfgemeinschaft zugute kommen wird. Alle Gruppierungen dürfen sie nutzen. Rohbau soll zum Jubiläum fertig sein.

Dank des Montessori-Kindergartens und der viel genutzten Turnhalle ist an Hommersums alter Schule bis heute genügend Leben zu beobachten. Künftig sollte aber noch mehr Aktivität dort stattfinden, denn im Zuge der 900-Jahr-Feier des Ortes erfüllt sich das Dorf einen Wunsch: Ein Backhaus, das auch als Grillstation dienen kann, wird gebaut. Der Kreis Kleve hat aus seinem Heimatpflege-Topf dafür 26 000 Euro bewilligt. Heinrich Deryck und Franz Urselmans vom Heimatverein möchten, dass das neue Angebot im Sommer fertig ist. Zu einem noch früheren Termin sollte zumindest der Rohbau stehen, erwarten die Männer, denn zu Pfingsten wird das 900-jährige Bestehen von "Humersheim", wie es eine alte Urkunde ausweist, begangen.

Neben dem Festgottesdienst, einer Jubiläumsausstellung, einem Kirchenkonzert und einem Festakt soll es auch einen Handwerker- und Trödelmarkt geben. Nicht nur die Vereine des Dorfes werden sich präsentieren und Führungen durch die St.-Petrus-Kirche stattfinden, auch ein neues Gebäude wird sicherlich Bewunderer finden: das Backhaus, das als Anbau hinter der Turnhalle vorgesehen ist. Genau genommen wird es sogar ein Anbau an den Anbau, denn noch eine zweite Neuerung steht in Hommersum an: "Wir brauchen dringend einen Geräte- und Abstellraum für die Turnhalle. Der entsprechende Bauantrag ist bei der Stadt Goch eingereicht", erzählt Deryck. Rund 60 Quadratmeter Nutzfläche sollen an die hintere Ecke der Turnhalle angebaut werden, in die entstehende Nische kommt das etwa 20 Quadratmeter große Backhaus. Das wird von draußen zu betreten und auf kurzem Weg auch vom Geräteraum aus zu erreichen sein. Den Innenraum wird ein Backofen prägen, ansonsten soll nicht viel mehr als eine Vorbereitungstheke hinein. Zum Aufenthalt der Nutzer ist die Anlage einer Terrasse vorgesehen.

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"Die Idee haben wir aus Keppeln übernommen, wo es ein ähnliches Backhaus schon gibt", berichtet Franz Urselmans, der Historiker des Heimatvereins mit guten Kontakten in den Kreis. Für die nähere Ausgestaltung des Häuschens und vor allem des mit Schamottsteinen ausgekleideten Holzbackofens ist dann eher Heinrich Deryck zuständig, denn er ist Hobbykoch, Hobby-Bäcker und Besitzer einer Feldküche. Ohne ihn und seine Mitstreiter würden die Gocher Stringtime-Kinder keine Pizza bekommen. Berta Zielke, Rob Croonenberg und Andrea Bodden gehören zum Team. "Viele helfen gerne mit, und noch mehr essen gerne, deshalb wird unser Backhaus bestimmt ein Erfolg", glaubt Deryck. Alle Gruppen des Ortes dürfen ihn (wenn denn jemand das gute Stück bedienen kann) nutzen.

(RP)