Goch: Hochschule zieht in die Deutsche Bank

Goch: Hochschule zieht in die Deutsche Bank

Über 1600 Quadratmeter Bürofläche hat die Hochschule Rhein-Waal im Gebäude der Bank in der Klever City angemietet. Inzwischen ist nicht nur Wohnraum knapp in der Stadt, auch Büroflächen werden gesucht.

Die Hochschule Rein-Waal (HSRW) macht einen großen Schritt aus dem Campus heraus mitten in die Klever City. Die Deutsche Bank, ein Backsteinbau aus den 1980er Jahren, ist künftig auch Außenstelle der Klever Hochschule, die die leeren Büroflächen rund um die Bank-Filiale anmietete, um ihrer Raumnot Herr zu werden. "Wir freuen uns, dass wir mit dem Gebäude passende Räumlichkeiten in zentraler Lage für unsere Hochschule gefunden haben. Das verschafft uns den dringend benötigten zusätzlichen Platz. Darüber hinaus dient die zentrale Lage in der Innenstadt dazu, die Hochschule noch deutlicher in das Klever Stadtbild zu integrieren", sagt HSRW-Präsidentin Heide Naderer.

Folgendes ist geplant: In das ehemalige Bürgerbüro der Stadt Kleve im Erdgeschoss soll das Welcome Center der HSRW einziehen. In der Etage darüber sollen auch der Studierenden Service und die Zentrale Studienberatung in dem Gebäude untergebracht werden, erklärt Gabriele Stegers, Sprecherin der Hochschule.

Eingefädelt und verhandelt hat den Deal mit der Hochschule der Klever Makler Heinz Mülleneisen, der für die über 1600 Quadratmeter Fläche in dem ehemaligen Bankgebäude einen langfristigen Mietvertrag bekommen hat. "Das ist jetzt perfekt, wir haben die Schlüssel übergeben", sagt der Makler. Es sei eben nicht einfach gewesen, so viel Büroraum zu finden. Ihn dann auch noch in der Größe in einem Gebäude zu haben, sei ein Glücksfall für alle, sagt Mülleneisen. Vermittelt wurde nicht nur Bürofläche, sondern auch das ehemalige Bürgerbüro als Anlaufstelle. Das seien nicht unerhebliche Quadratmeterzahlen für eine Stadt wie Kleve, fügt er an.

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Die Hochschule findet hier Räume in einem vergleichsweise hoch ausgestatteten Bank-Gebäude, das die Düsseldorfer HPP-Architekten planten, die auch das Spoy-Palais entwarfen. Die Etagen werden derzeit für die Nutzung durch die Hochschule vorbereitet und teils umgebaut. Der Raumbedarf für die seit Jahren stetig wachsende Hochschule dürfte damit allerdings noch nicht gestillt sein. Zumal Naderer bei der Vorstellung des Hochschulentwicklungsplans als künftige Ziele auch An- und Ausgründungen ansprach, in denen junge Start-Up-Unternehmen den Sprung in die wirtschaftliche Zukunft schaffen sollen. Darauf schielen vor allem die Projektentwickler der an die Hochschule angrenzenden Liegenschaften in Kleve. Man sei mit der Hochschule in guten Gesprächen, hieß es. Jüngst hatte HSRW-Prof. Alexander Klein auf einer Veranstaltung der Kreiswirtschaftsförderung "Gründerland Kreis Kleve" gefordert, die Hochschule als Dienstleister noch besser zu positionieren.

Aus Sicht Mülleneisens hat sich die Situation in und um Kleve grundlegend geändert - es werden nicht nur Wohnungen, Baugrund und auch Einfamilienhäuser verzweifelt gesucht. "Bis vor zwei, drei Jahren hatten wir in Kleve ein Überangebot an Büroflächen. Viele davon sind inzwischen - beispielsweise auch für Wohnraum - umgenutzt worden", erklärt der Makler. Inzwischen ist also auch Büroraum in der Herzogstadt gesucht. Eben auch dank der Ansiedlung der Hochschule, die Kleve einen immensen Schub gegeben habe -hinzukomme die allgemein gute konjunkturelle Entwicklung im Land. "Momentan haben wir Anfragen für knapp 2000 Quadratmeter Büroflächen, die wir nicht befriedigen können", sagt Mülleneisen.

Er könne sich durchaus vorstellen, dass man in dem einen oder anderen als Wohnbau konzipierten Gebäude in Kleve auch über Flächen für die Büronutzung nachdenken sollte.

(mgr)