Goch: Hochbeete für Gochs Arnold-Janssen-Schule

Goch: Hochbeete für Gochs Arnold-Janssen-Schule

Die Erzeugergenossenschaft Landgard hat eine Stiftung, die Schulprojekte unterstützt.

Die Erdbeeren sind schon gut erkennbar. Wenn das Gießen nicht vergessen wird (Achtung, heute gibt's einwöchige Pfingstferien), sollte einer guten Ernte nichts im Wege stehen. Verantwortlich für das Gedeihen der Pflänzchen sind die Kinder der Garten-AG an der Gocher Arnold-Janssen-Schule. Ihre Lehrerin Barbara Becker hatte sich bei der Landgard Stiftung für die Berücksichtigung beim Projekt "Unser Schulgarten" beworben. Und hatte Glück: Als eine von zwölf Grundschulen in Deutschland wurde die Gocher Schule ausgewählt. Gestern stellten die Kinder und ihre Helfer ihren Garten vor.

"Den Schulgarten und die AG dazu haben wir schon seit Jahren. Im Frühjahr blühen dort Tulpen und Narzissen, wir haben Kräuter, freuen uns an Beerensträuchern und haben Zwiebeln gesetzt. Ein Problem sind immer die Sommerferien - da sind schon mal Bohnen vertrocknet." Wenn Ähnliches noch einmal passieren sollte, wird sich wohl die Landgard-Stiftung nicht kleinlich zeigen. Landgard, der Straelener Vermarkter für tausende Gärtner und Landwirte, hat die Kinder mit den benötigten Materialien für zwei Hochbeete ausgestattet, Erde gab's dazu und geeignete Pflanzen: Erdbeeren, Tomaten, Paprika, Salat.

"Der von Landgard erstellte Pflanzplan sorgt nach den Regeln der Mischkultur das ganze Jahr über für ein vielseitiges Angebot an Pflanzen", erklärte den aufmerksam lauschenden Jungen und Mädchen Stefan Dünnwald, Bereichsleiter Vertrieb. Er betonte, es sei den Verantwortlichen der Erzeugergenossenschaft wichtig, Kindern den Wert von Pflanzen und Lebensmitteln zu vermitteln. "Wer weiß, wie lange ein Apfel am Baum hängen muss, bis man ihn essen kann, wird ihn nicht so schnell wegwerfen", glaubt Dünnwald. Der Vorstandsvorsitzende von Landgard, der zwar selbst nicht beim Termin anwesend war, lässt sich so zitieren: "Vielen Kindern ist heutzutage nicht mehr bewusst, wo das Obst und das Gemüse im Supermarkt herkommen. Beim Anbau und bei der Pflege des eigenen Schulgartens lernen sie die heimische Pflanzenwelt kennen und merken ganz nebenbei, wie lecker frische Sachen schmecken."

In jedem Fall würden die Gocher Drittklässler das nicht unterstreichen - bei Tomaten etwa gehen die Meinungen weit auseinander, und Kartoffeln sind für viele auch erst interessant, wenn sie zu Stäbchen geformt in der Fritteuse brutzeln. Vielleicht hilft es aber auch in diesem Fall, mal selbst zu graben und die Erde abzuschütteln: Selbst gezogen schmecken auch Salzkartoffeln gut, erst recht, wenn Kräuterquark dazu gereicht wird. Über gesunde Ernährung lernen die Schüler von Barbara Becker immer wieder Wichtiges. Und deshalb ist auch klar: "Was wir ernten, wird in unserer Schulküche verarbeitet", verspricht sie. Salat wird ganz bestimmt dabei sein, Erdbeeren und Himbeeren auch. Wenn denn das Gießen nicht vergessen wird.

(RP)