Goch: Ho./Ha. - eine Volksbewegung

Goch : Ho./Ha. - eine Volksbewegung

Zwei Dörfer, ein Verein. Und der hat tatsächlich 1000 Mitglieder. So gut wie ausschließlich ehrenamtlich wird da beispielsweise unbezahlbare Jugendarbeit geleistet. Auftakt für eine neue Reihe der Senioren-Union-Besuche.

goch-hommersum-hassum Zur Premiere die überaus erfolgreiche "Altenheim-Inspektion" – und nun hat sich Gochs rührige Senioren-Union, an der Spitze Wolfgang Pitz, eine neue Reihe vorgenommen – wegen der großen Resonanz. Jetzt also die Sportvereine! Wolfgang Pitz: "Uns allen war von vornherein klar, wie wichtig, wie unverzichtbar sie und ihre Arbeit für das Leben in einer lebenswerten Stadt sind. Aber – sie tun noch viel mehr. Bestes Beispiel: Die DJK Hommersum-Hassum!" Genau die besuchten Aktive der Senioren-Union. Vorsitzender Thomas Thüs, "Öffentlichkeitsarbeiter" Hans-Josef Giesen und Jugendobmann André Giesen standen Rede und Antwort.

Zahlen sprechen für sich

Und sie präsentierten Zahlen, die für sich sprechen. 1000 Mitglieder – Ho./Ha. ist wahrlich eine Volksbewegung. "Von den 1000 Mitgliedern sind gut ein Drittel Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre", so Pitz. "Für sie alle wird dauerhaft qualifizierte Jugendarbeit geleistet, sie werden von der Straße geholt, sie werden trainiert und betreut ausschließlich von zertifizierten Vereinsmitgliedern. Da erübrigt sich jede Frage, ob es sinnvoll und richtig ist, einen solchen Verein tatkräftig zu unterstützen", betont der Vorsitzende der Senioren-Union.

Und alles fast ausschließlich im Ehrenamt. Im Jugendbereich beispielsweise gebe es nur einen, nämlich den Trainer der ersten Mannschaft, der für seine Arbeit auch eine Entlohnung bekomme. Und der Verein denke schon aus finanziellen Gründen gar nicht so sehr an einen Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in eine höhere Liga (in der die Spieler dann ja Geld bekämen), sondern viel mehr an die Breite, den Breitensport. Das Angebot bei der DJK reicht nun schon bis zu Reha-Angeboten bei motorischen Störungen. Sport, Bewegung, Geselligkeit und Spaß – da stehen nicht nur die Menschen in Hommersum und Hassum dahinter, da spielen auch schon viele Jungs aus der Nachbarschaft mit.

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"Und die meisten Kinder sowie Eltern schätzen dieses Angebot auch", sagt Wolfgang Pitz. "Wir haben allerdings auch gehört, dass es immer wieder besonders, sagen wir mal, anspruchsvolle Eltern gibt, die an vielem noch etwas zu nörgeln haben. Das ist natürlich keine gute Motivation für die vielen ehrenamtlichen Aktiven des Vereins. Und diese Kritiker können wir dann nur auffordern: Macht selber auch aktiv mit, bringt euch ein, jede Unterstützung ist gut."

Unterstützung, die könnte, nicht nur mit Blick aufs Vereins-, sondern auch aufs Dorfleben, die DJK übrigens noch dringend gebrauchen. Im gemütlichen Vereinsheim Getränke ausschenken, man könnte auch sagen: Thekendienst. Dafür hat sich bislang noch niemand gefunden. Pitz: "Es wäre doch toll, wenn es uns allen gemeinsam gelingt, da eine kleine Gruppe auf die Beine zu stellen. Wichtig ist, dass es nicht nur eine oder einer ist, damit es nicht zur Belastung wird."

Der Auftakt der neuen Besuchsreihe habe gezeigt: "Ohne Vereine wie Ho./Ha. wäre diese Stadt nicht so lebenswert", sagt Wolfgang Pitz.

(RP)
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