Heimatministerin Scharrenbach besuchte Kleve und Goch

Tag des offenen Denkmals : Ministerin würdigt Denkmäler  

Deutlich mehr Eigentümer als in früheren Jahren beteiligen sich am Tag des offenen Denkmals. In Goch besuchte NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach das Fünf-Ringe-Haus, das historische Frauenhaus und Gut Graefenthal.

Gerade weil es in Städten, die im Krieg derart verwüstet wurden wie Goch, gar nicht mehr so viele alte Gebäude gibt, wiegen die historischen Spuren, die sich noch entdecken lassen, umso schwerer. Der Zulauf zu den Gebäuden und Plätze, die sich diesmal am Denkmaltag beteiligten, war groß. Von der Öffnung am Vormittag an bis zum späten Nachmittag strömten interessierte Niederrheiner herbei, um mehr zu erfahren über die Örtlichkeiten, in denen sie allzu oft einfach so vorüber gehen. Sehr bekannte wie das mittelalterliche Ensemble der Bruderschaft Zu Unserer Lieben Frau oder das Steintor waren ebenso dabei wie Kirchen, der Bahnhof, das Steintor oder das erhaltene Stück Stadtmauer.

Die Ministerin war am Vormittag schon in Kleve gewesen und kam etwas verspätet in Goch an. Rendant Willi van Kempen und Franz Peters von der Bruderschaft mussten im Frauenhaus eine Weile warten, bevor der Gast aus Düsseldorf den Weg zu ihnen fand, denn erst einmal war das Steintor an der Reihe. „Seit dem Morgen ist das hier ein Kommen und Gehen, die Leute wollen ganz viel erfahren, gucken sich die aktuelle Ausstellung mit den tollen historischen Fotos an und studieren auch unsere Pläne für die künftige Nutzung des Gebäudes“, erklärte der RP Theo Aymans vom Heimatverein.   Auch junge Heimatfreunde sahen sich im Haus zu den Fünf Ringen, der einstigen Brauerei, um: Nieke, Lasse, Mart und Ole – zugegebenermaßen familiär bedingt näher als andere Kinder mit dem Thema verbunden.

Günther van Cuick, Altbürgermeister Willi Vaegs und der heutige Verwaltungs- und Rats-Chef Ulrich Knickrehm zeigten der Ministerin den Film, den „GochTV“ über das Sanierungsprojekt Fünf-Ringe-Haus gedreht hat und vermittelten, wie wichtig es ist, auch finanzielle Mittel für die Denkmalpflege freizugeben. Denn, wie Knickrehm, am Morgen bei der Eröffnung des Denkmalstags gesagt hatte, stehen zwar erste Planungsmittel im aktuellen Haushalt, aber die Umsetzung des Vorhaben wird noch eine Menge Geld verschlingen. Erfreuliche Nachricht des Bürgermeisters: „2020 wollen wir fertig sein.“

Danach durfte Ina Scharrenbach samt Bürgermeister  und Sekretär weiterfahren nach Asperden. Dort stand nämlich noch das Klostergut Graefenthal auf dem Programm, und dort lag auch das Goldene Buch der Stadt aus, in das sich die Besucherin eintrug. Auch für diesen Ort gibt es noch einige Pläne und Wünsche des Fördervereins, die vorrangig mit Geld zu tun haben.

Die Ministerin nannte Denkmäler „Bezugspunkte lokaler Identifikation“, die ganz wesentlich seien zur Bildung aller Generationen. Orte und Bauwerke, die die Geschichte wach hielten, sein „Zeugen der Heimat“, wer sie erhalte und pflege, tue seiner und folgender Generationen einen wichtigen Dienst.

Für Denkmalbesitzer sehr wichtig:  Bis zu 90 bzw. 80 Prozent können Projekte durch das Land unterstützt werden, um damit Denkmäler zu erhalten.

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