Haus am See So war die große Hochzeitsmesse in Goch

Goch · Unter dem Motto „We will rock your wedding“ fand am Gocher Haus am See die große Hochzeitsmesse statt. Veranstalterin Birgit Muller erklärt, worauf es ankommt und wieso sie diese Messe organisiert.

Der Stand von „Cafe im Gärtchen“ aus Keeken präsentierte unter anderem aufwendig verzierte Törtchen.  Foto: MVO

Der Stand von „Cafe im Gärtchen“ aus Keeken präsentierte unter anderem aufwendig verzierte Törtchen. Foto: MVO

Foto: Markus van Offern (mvo)

Ein traumhaftes Brautkleid, der passende Ort, das richtige Essen – die Liste für eine Hochzeit der Träume ist lang, schließlich sollte es einer der schönsten Tage des Lebens werden. Das kann einen ganz schönen Stress machen, findet Birgit Muller. Um jungen Paaren bei der Planung zu helfen, veranstaltete sie am Sonntag zum fünften Mal die „Hochzeitsmesse“, dieses Jahr unter dem Motto „We will rock your wedding“ in Goch am Haus am See.

Von Kleidern und Anzügen bis hin zu freien Traurednern ist alles dabei, was für eine perfekte Hochzeit so benötigt wird. 54 Anbieter standen den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite. Ein deutliches Wachstum seit vorigem Jahr, sagt Birgit Muller, 2022 seien es nur etwa 30 Aussteller gewesen. Angefangen habe das Ganze im Kloster Graefenthal in einem etwas kleinerem Kreis, seitdem sei das Interesse stetig gestiegen.

Am Stand von „pure hair“ von Pia Hendrix konnte man sich für die passende Hochzeitsfrisur inspirieren lassen.

Am Stand von „pure hair“ von Pia Hendrix konnte man sich für die passende Hochzeitsfrisur inspirieren lassen.

Foto: Markus van Offern (mvo)

Als sie selber heiratete, habe sie gemerkt, dass vieles so, wie sie es sich vorstellte, schwer zu finden war. Darum beschloss sie, das Ganze für andere Paare einfacher zu gestalten. „Wir wollten es auch etwas anders machen“, sagt Muller. Viele Hochzeitsmessen fänden allein in großen Städten in schmucklosen Messehallen statt, sie wolle es lokaler und romantischer gestalten. Darum fiel auch die Ortswahl auf das Haus am See. Der Blick auf den See sorgt für eine malerische Szenerie, absolut perfekt für eine Hochzeit.

Wenn nicht der Ausblick bei den Gästen für Hochzeitsstimmung gesorgt hat, so waren es sicher die vielen Anbieter. Das „Brautatelier Mala“ stellte auf der Hochzeitsmesse einige ihrer Kleider aus. Das Mutter-Tochter-Gespann berät die angehenden Bräute mit großer Begeisterung – was eine Braut an ihrem großen Tag tragen wolle, sei immer sehr individuell, erklärt Tochter Kim. Aber natürlich gebe es bestimmte Schnitte oder Details, die im Moment im Trend seien. Zum Beispiel der „Prinzessinnen-Schnitt“, worunter man sich genau das vorstellen darf, was der Name nahelegt. Leider auch eine kostspielige Angelegenheit: Durchschnittlich koste ein Brautkleid etwa 1500 Euro.

Nicht nur die Braut sollte das Kleid ihrer Träume tragen, auch der Bräutigam muss eingekleidet werden. Zu diesem Zweck stellt Hayo Greve einige Anzüge aus, ihm sei dabei besonders wichtig, dass der Anzug nicht „mit dem Brautkleid auf dem Dachboden“ lande, sondern auch ein Leben nach der Hochzeit habe, einen guten Anzug könne man schließlich immer gebrauchen.

Sollte man einen passenden Ort gefunden haben sowie ein Kleid und einen Anzug, ist die Hochzeit noch lange nicht fertig. „Das Fest stirbt, wenn die Deko nicht gut ist“, meint Floristin Loni Reintjes. Eine Hochzeit sei ein hochemotionales Event und das müsse sich auch in der Deko widerspiegeln. Um jede Hochzeit absolut einzigartig zu gestalten, versucht Loni Reintjes erst einmal den Menschen kennenzulernen, denn sie wolle die Gefühle des Paares passend in ihrer Floristik verarbeiten. Ähnlich tritt auch Traurednerin Theresa Perau an die Sache heran. Ihr sei es wichtig, erst mal mit dem Paar getrennt zu sprechen, um eine perfekte Rede für eine perfekte Trauung zu verfassen.

Nun hat man auch Deko und Traurede. Was fehlt, sind jedoch die Gäste. Und da eine Einladung per Textnachricht doch etwas unromantisch ist, kümmert sich Papeterie Voss von den Einladungen zu Sitzplänen um alles, was mit Papier zu tun hat. „Hier gibt’s nichts von der Stange“, meint Geschäftsinhaberin Kim Voss, jedes Design sei komplett individuell an das Paar angepasst. Meist habe sie dabei große kreative Freiheit, selbst wenn es viele Vorgaben durch das Paar gebe, könne sie auch immer ihre eigenen Ideen einbringen.

Ob die Gäste am Sonntag schon eine klare Vision ihres großen Tags hatten oder gerade erst frisch verlobt waren – Inspirationen, Anregungen und Ideen fanden sie hier garantiert. Letztlich sollte eine Hochzeit genauso gestaltet sein, wie das Brautpaar es sich wünscht, und dabei greift die Hochzeitsmesse hoffentlich auch weiterhin Verlobten und Verliebten unter die Arme.

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