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Gymnasium Goch mit Schülerzeitung ,grenzgänger' erfolgreich

Schülerzeitung : Grenzgänger mit neuer Schülerzeitung

Schon mehrmals konnte die Redaktion des Gocher Gymnasiums mit ihrer Publikation beim Wettbewerb der rheinischen Sparkassen überzeugen. Selbst von der Pandemie haben die Schüler sich nicht abhalten lassen.

Ein Thema, das bei der  Leserschaft und strengen Juroren gleichermaßen gut ankommt, zu finden, ist nicht einfach. „Corona“ wäre vielleicht eines gewesen, aber darüber gibt es ja beileibe genug zu lesen, zu sehen und zu hören. Deshalb beschloss die Redaktion der Schülerzeitung „grenzgänger“, ihr neues Heft mit einem Titel herauszubringen, der mit den Umständen der Pandemie zu tun hat, aber viel weiter gefasst ist: die Digitalisierung. So heißt denn die neueste Ausgabe der Schülerzeitung, die das Gymnasium Goch herausgibt, „Digital“ in Großbuchstaben. Es ist aber ein Heft aus Papier wie immer, nicht etwa eine Online-Publikation.

Beim Wettbewerb der rheinischen Sparkassen schnitt das Heft einmal mehr sehr gut ab. Unter mehr als 100 Einreichungen kam ein dritter Platz heraus. „Die Schüler können sehr stolz auf sich sein, sie haben das unter deutlich erschwerten Bedingungen ganz toll hinbekommen“, lobt Lehrerin Eva-Maria Janßen.

Sie und Kollege Marc Janßen (zufällige Namensgleichheit) tun nicht viel mehr als Korrektur lesen, versicherten beide. „Sicher haben wir mal den einen oder anderen Hinweis oder Gedankenanstoß gegeben, aber die Themenauswahl, das Schreiben und die technische Umsetzung ist einzig die Leistung der Redaktion.“ Fürs Layout nutzt die Gruppe ganz professionell das Programm „InDesign“, was man der Seitengestaltung ansieht. „Wir haben nur einen Laptop mit dem Programm drauf, der wird dann weitergereicht, wenn verschiedene Leute daran arbeiten wollen“, erklärt Chefredakteur Marti Mlodzian. Gemeinsam mit Co-Chefin Jette Bömler, beide sind in der Q1 (vorletzte Klasse), leitet er das engagierte Team. Jungen und Mädchen ab der siebten Klasse wirken mit. Und haben ihrem Alter und persönlichen Neigungen entsprechend sehr unterschiedliche Ideen für Artikel.

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Das Besondere am Entstehen der 17. Ausgabe des „grenzgänger“: Das Heft ist wegen der Corona-Situation fast komplett in Heimarbeit entstanden. „Wir saßen meist jeweils alleine zu Hause, haben dort geschrieben und uns in Videokonferenzen abgestimmt. Auch das Layout wurde digital besprochen und festgelegt, wer was machen sollte“, erinnert sich der Chefredakteur.  Jette weiß noch gut, wie sie durch Goch lief oder mit dem Rad fuhr, um die bestellten Hefte in die Briefkästen zu stecken. „Die Bestellungen haben wir per E-Mail oder über die Schul-Cloud entgegen genommen. „Restexemplare, die noch zu haben sind, können auf demselben Weg geordert werden (gogy.grenzgaenger@gym-goch.schulon.org) oder auch über Instagram. Zwei Euro kostet das Heft, und dafür gibt’s 66 Seiten sorgfältig gestalteten, informativen und unterhaltsamen Lesestoff.

Was steht drin in dem Heft? Dass  Christoph Peters schon zehn Jahre Direktor des städtischen Gocher Gymnasiums ist, erfährt der Leser in einem Interview, das Judith van Berlo mit ihm führte. Darin blicken beide nicht nur zurück, sondern auch nach vorn. Paul Leiters und Emilia Fischer haben mit der scheidenden Schulpflegschafts-Vorsitzenden Bettina Kracht gesprochen, Jakob Bömler stellt die seiner Ansicht nach besten kostenfreien Computerspiele vor. An das schwierige Thema „Schwarzsein in Deutschland“ hat sich Emilia Fischer gewagt, als „Grenzgängerin“ der Ausgabe dient die chinesisch-amerikanische Hollywood-Ikone Anna May Wong, die von Aurelie Nguyen porträtiert wird. Und eine Menge ist über Homeschooling und die Chancen und Zwänge der Digitalisierung zu erfahren.

Da das Heft bereits im vergangenen Jahr produziert wurde, war die Kommunalwahl noch ein Thema, ebenso fand der Besuch von Marti Mlodzian beim Jugendpressetag im Arbeitsministerium von Hubertus Heil seinen Niederschlag. Es kommen aber genauso typische Schul-Themen vor; eine gelungene Mischung, befand die Jury. In diesem Jahr gibt es keine Ausgabe mehr, aber 2022 wird ein erneuter Anlauf auf einen Preis genommen. Immerhin gab es vom Sparkassenverband 1000 Euro, die natürlich in die Erstellung des nächsten Heftes investiert werden.