Goch: Grubi auf Tour

Goch: Grubi auf Tour

Ein neues Maskottchen soll humorvoll über die Baustellen in Kevelaer informieren. RP-Redakteur Sebastian Latzel schlüpfte in das Kostüm und fragte: Wie kommen die Arbeiten bei den Bürgern an?

Handys werden gezückt, und eine Dame lässt sich sogar dazu hinreißen, beherzt in die dicke schwarze Nase von Grubi zu kneifen. Wo immer das Baustellenmaskottchen auftaucht, erntet es erstaunte Blicke und vor allem jede Menge Sympathie. Grubi werde die Baumaßnahmen des Integrierten Handlungskonzepts begleiten, erklärt Sandra Kimm-Hamacher von der Stadt Kevelaer.

Auch Malte mit seiner Oma Monika van Diffelen (l.) und Mama Denise Grüntjens hat viel Spaß mit Grubi auf der Hauptstraße in Kevelaer. Foto: Mokwa

Als "Baustellenreporter" soll er über aktuelle Maßnahmen informieren und Stimmungen einfangen. Kimm-Hamacher begleitet RP-Redakteur Sebastian Latzel, der in das Kostüm steigt, um sich selbst ein Bild davon zu machen, wie Passanten und Geschäftsleute auf die aktuelle Baustelle auf der Hauptstraße reagieren.

Foto: bimo

Bevor es losgeht, gibt Kimm-Hamacher, die in der Touristik-Messe Kalkar schon selbst im Kostüm steckte, ein paar Tipps. Gut komme es an, wenn man den Leuten zuwinke oder versucht, mit der Plüsch-Pranke die Hand zu geben. "Es ist kein Spaß", sagt sie noch. Denn so leicht sind die Menge an Stoff und der große Kopf nicht zu tragen. Noch ist es so kühl draußen, dass man im Kostüm nicht so schnell ins Schwitzen kommt. Im Sommer soll ein kleiner Ventilator in der Kopfkonstruktion des Maulwurfkostüms für Abkühlung sorgen.

Der erste, auf den Grubi trifft, ist Lutz Moeselaegen von der gleichnamigen Metzgerei. Er ist mit dem kleinen Lieferwagen unterwegs zum Geschäft auf der Hauptstraße. Noch ist die Baustelle nicht vor der Tür des Geschäfts. Wenn es soweit sei, fürchtet er, dass er das Grillgut nicht mehr mit dem Auto anliefern kann, sondern tragen muss. "Aber wir haben noch ein paar Wochen Zeit", sagt Moeselaegen über das Heranrücken der Bagger. Von Grubi gibt es erst einmal einen aufmunternden Handschlag.

  • Kevelaer : Grubi auf Tour

Völlig entzückt sind vier Damen aus Korschenbroich, Süchteln und Mönchengladbach. Eigentlich wollte sie in die aktuelle Ausstellung des Museums. Sie haben über Heinz Henschel einen Beitrag im Fernsehen gesehen. Ein Erinnerungsfoto mit Grubi lassen sie sich aber nicht entgehen. "Hervorragend, dadurch wird die Baustelle etwas sympathischer", sagt Elisabeth Mertens. Eine andere Frau ruft dem Baustellenmaskottchen auf dem Weg zurück zum Rathaus ein "Hallo Grubi, ich bin die Rita" hinterher. Und Blicke zieht der über zwei Meter große Plüschmaulwurf mit der gelben Brille ohnehin auf sich. Für die Besucher der Hauptstraße hat Kimm-Hamacher auch noch ein paar Ohrenstöpsel mitgebracht. Die braucht aber keiner, weil die Bagger gerade still stehen, als Grubi seine Runde macht.

Seinen nächsten Auftritt hat der Maulwurf bei der Fahrradpause am 29. April. Beim Tag der Städtebauförderung am 5. Mai ist er auch dabei. Ein Comic, gezeichnet von Stefan Reudenbach, soll die Geschichte von Grubi und seinen Buddeleien weitererzählen. Immerhin wird er nicht nur das Projekt Neugestaltung Hauptstraße begleiten, sondern alle Maßnahmen rund um das Integrierte Handlungskonzept.

Zu der Tour von RP-Redakteur Sebastian Latzel als Grubi in Kevelaer gibt es ein Video unter www.rp-online.de/kevelaer

(RP)