Großes bürgerliches Bündnis für die Umwelt in Kalkar

Umweltschutz : Gemeinsam für ein „naturnahes Kalkar“

Mehr als 50 Kalkarer Bürger haben sich zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen, die sich für Naturschutzthemen auf dem gesamten Stadtgebiet einsetzen will.

(nik) Sie kommen aus den verschiedensten Bereichen des Kalkarer Lebens und haben ein gemeinsames Ziel: Die Umwelt ihrer Heimat zu erhalten, nicht zuletzt, damit die Stadt samt ihrer Ortsteile auch für kommende Generationen lebenswert bleibt. In der neu gegründeten Interessengemeinschaft „Naturnahes Kalkar“ haben sich bereits mehr als fünfzig engagierte Bürger zusammengeschlossen, um sich für den Natur- und Umweltschutz im Stadtgebiet einzusetzen.

„Wir möchten in Kalkar mit unseren Projekten unter anderem dazu beitragen, dass die Natur wieder sicht- und erlebbarer wird. Ein Stück ,Natur pur’ nahe des Kalkarer Marktplatzes sind die großen Streuobstwiesen am Dominikaner Bongert“, so Willi Krebbers, Vorstandsmitglied des Vereins der Freunde Kalkars und Gründungsmitglied der Interessengemeinschaft „Naturnahes Kalkar“. Der Verein der Freunde Kalkars kümmert sich seit vielen Jahren kontinuierlich um die Pflege der Streuobstwiesen und schafft somit wertvollen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Eine erste Aktion der Interessengemeinschaft war das Anbringen von Sortenschildern an die vielen Obstbäume der Streuobstwiesen zur Erleichterung der Baumidentifikation für interessierte Besucher.

Inzwischen ist allgemein bekannt, dass Anzahl und Artenvielfalt von Insekten stark abgenommen haben. „Insekten sind überlebenswichtig für uns alle. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass wieder verstärkt insektenfreundliche Lebensräume geschaffen werden, also naturnahe Gärten, Blühflächen, die Anpflanzung von Hecken, Dachbegrünung, insektenfreundliche Ausgleichsflächen und vieles mehr. Jeder kann dazu beitragen, diese Lebensräume wieder lebenswert zu machen“, so der Ansatz der Interessengemeinschaft.

Zu den ersten Vortragsveranstaltungen der Gemeinschaft kamen mehr als 200 Bürger ins Rathaus. Weitere Termine sind geplant, demnächst soll es auch eine Info-Veranstaltung geben. Der Kontakt zur IG: info@naturnahes-kalkar.de

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