Großeinsatz der Bundespolizei mit Hubschraubern auch an der A 57

Goch : Bundespolizei kontrolliert fast 200 Fahrzeuge – auch in Goch

Bundespolizei kontrolliert 200 Fahrzeuge, darunter auch am alten Autobahngrenzübergang in Goch.

Mancher wird sich am Mittwoch über einen Hubschrauber über Goch  und Weeze gewundert haben. Er war Teil eines Großeinsatzes, mit dem die Bundespolizei jetzt ihre Schlagkraft am Niederrhein testete. Ziel war: Der gesamte Grenzabschnitt der Bundespolizeiinspektion Kleve sollte kurzfristig und gezielt überwacht werden.

Dazu gab es Unterstützung von mobilen Einsatzkräften der Bundespolizei aus Essen. Zwei Hubschrauber  brachten die Einsatzkräfte innerhalb weniger Minuten an Grenzübergangsstellen in der Region. Dort wurden die Beamten bei laufendem Triebwerken abgesetzt, kurz danach startete der Helikopter wieder.

Ein Hubschrauber brachte die Einsatzkräfte zum ehemaligen Grenzübergang Goch-Autobahn auf der A 57. Dort richtete die Polizei eine Kontrollstelle ein. Später wurden die Einsatzkräfte zu weiteren Kontrollorten auf der B 54 in Gronau, L 602 Bocholt-Hemden und L 558 Oeding geflogen, um dort vor Ort Kontrollen vorzunehmen.

Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz: Die Einsatzkräfte hätten gezeigt, dass sie effektiv gegenüber verschiedene Formen der grenzüberschreitenden Kriminalität vorgehen könnten. „Damit wird auch der Fahndungsdruck im grenznahen Raum erhöht und zudem das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung gestärkt“, so die Bundespolizei. Die Hubschrauber stehen für weitere Aktionen jederzeit bereit. Damit ist die Bundespolizei in der Lage, jeden Brennpunkt in kürzester Zeit schlagartig zu erreichen, um auf aktuelle Lageentwicklungen reagieren zu können und Einsatzmaßnahmen der Polizei für Straftäter unberechenbar zu machen.

Neben Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz und Betäubungsmittelgesetz konnte noch eine mit Haftbefehl gesuchte Person festgenommen werden. Weiterhin wurde eine Strafanzeige wegen Verstoß gegen das Waffengesetz gefertigt. An der Einsatzmaßnahme waren 80 Kräfte der Bundespolizei, sowie zwei Beamte der niederländischen königlichen Marechaussee beteiligt. Insgesamt wurden 191 Fahrzeuge und 338 Personen kontrolliert.

Die Aktion war so aufwändig, weil die Zuständigkeit der Bundespolizeiinspektion in Kleve sich  auf die Landkreise Borken, Kleve, Viersen und Wesel in den Regierungsbezirken Münster und Düsseldorf erstreckt.

Im grenzpolizeilichen Aufgabenbereich ist die Bundespolizeiinspektion Kleve für 282 Kilometer Binnengrenze zu den Niederlanden mit 100 befahrbaren grenzüberschreitenden Wegen und der internationalen Wasserstraße Rhein zuständig. Zudem erfolgt die Grenzkontrolle am Airport Weeze.

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